Oregano

Oregano ist nicht nur das ultimative Pizzagewürz, auch viele andere Speisen lassen sich mit dem aromatischen Kraut verfeinern. Er kann auch gut selbst gezogen werden, ab April auf der Fensterbank und ab Mai im Freien.

Oregano regt Verdauung und Appetit an, lindert Blähungen und reinigt den Magen-Darm-Trakt.Oregano regt Verdauung und Appetit an, lindert Blähungen und reinigt den Magen-Darm-Trakt. (Foto by: viperagp / Depositphotos)

Allgemeines

In der Antike und im Mittelalter war Oregano vor allem als Heil- und Zauberkraut bekannt, das vor Hexen, Dämonen und dem Teufel schützen sollte. Erst später setzte sich die Pflanze auch als Würzmittel durch. So tauchte sie beispielsweise in einem Schweizer Kochbuch aus dem 17. Jahrhundert als Gewürz für Pfannkuchen auf.

Herkunft & Saison

Der Oregano ist im Mittelmeerraum beheimatet. Heute wird er überall dort angepflanzt, wo warmes und sonniges gemäßigtes Klima herrscht. Auch wild wachsend ist die Pflanze in ganz Europa zu finden.

Haupterntezeit ist zusammen mit der Blütezeit im Juli, dann schmecken die Blättchen am intensivsten. Frische Blättchen kann man insgesamt ab April bis in den Herbst hinein ernten. Getrockneter Oregano ist das ganze Jahr über verfügbar.

Geschmack & Wirkung

Der Geschmack von Oregano erinnert an Thymian und Majoran, ist aber noch etwas schärfer. Oregano hat ein pikantes und würziges sowie leicht bitteres und herbes Aroma.

Das enthaltene ätherische Öl wirkt stark entzündungshemmend und antibakteriell. Daher wird die Oreganopflanze nur selten von Schädlingen und Krankheiten befallen. Sie hält Insekten sogar fern.

Verwendung in der Küche

  • Viele Leute denken als erstes an Pizza, wenn sie das typische Aroma von Oregano schmecken. Doch nicht nur als Pizzagewürz findet die Pflanze in der Küche Verwendung.
  • Omelett, mediterrane Saucen und Suppen, Tomaten- und Kartoffelgerichte, Gemüse wie Auberginen, Zucchini und Paprika und verschiedene Salate können mit Oregano gewürzt werden.
  • Das Gewürz verfeinert außerdem verschiedene Fleischsorten wie Lamm, geschmortes Rindfleisch und fetten Schweinebraten.
  • Auch auf der Zutatenliste für Chili con carne hat Oregano einen festen Platz.
  • Einen leckeren Aperitif erhält man, wenn man einige frische Oreganozweige in eine Flasche guten Weißweins gibt, das Getränk über zehn Tage ziehen lässt und anschließend abgießt.
  • Der Oregano entfaltet seine volle Würzkraft erst, wenn er erhitzt wird. Deshalb sollte er schon während der Garzeit ans Essen gegeben werden.
  • Auch die getrocknete Variante würzt noch sehr stark.
  • Oregano verträgt sich gut mit vielen anderen mediterranen Gewürzen wie Thymian und Rosmarin. Lediglich mit Majoran ergänzt er sich nicht so gut.

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Frische Oreganoblättchen sollten in einem Plastikbeutel im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie bleiben dann einige Tage frisch.

Getrockneter Oregano sollte kühl, dunkel und trocken in einem luftdichten Behälter gelagert werden. Er hält sich etwa ein Jahr lang.


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