Feige

Seit der Antike wird die Feige vom Menschen kultiviert und ist sogar in die Mythologie mancher Kulturen eingegangen. Die süße Frucht enthält Kalzium, Phosphor, Eisen und Vitamin B. Außerdem gilt sie aufgrund ihrer leicht abführenden Wirkung als Hausmittel gegen Verstopfung.

Die süßen Früchte enthalten neben verdauungsfördernden Ballaststoffen auch verschiedene Vitamine.Die süßen Früchte enthalten neben verdauungsfördernden Ballaststoffen auch verschiedene Vitamine. (Foto by: Valentyn_Volkov / Depositphotos)

Herkunft

Die Herkunft der Feige ist nicht eindeutig geklärt, vermutlich hat sie aber ihre Ursprünge in der östlichen Türkei und rund um das Kaspische Meer.

Im gesamten Mittelmeerraum hat ihr Anbau jedoch bereits eine Jahrtausende alte Tradition. Aus dem Mittelmeerraum stammen auch heute die meisten bei uns erhältlichen Früchte, insbesondere aus der Türkei, Italien, Spanien und Israel.

Weitere größere Anbaugebiete liegen in Südafrika, Australien und Neuseeland, Lateinamerika (Brasilien, Peru)und den USA.

An sonnigen und windgeschützten Standorten in Gebieten mit milden Wintern gedeihen Feigen sogar ins unseren Breiten, etwa im Oberrheingraben und in Südengland.

Saison

Die Feigensaison beginnt in Europa Ende Juni und dauert bis Ende September. In den Wintermonaten werden frischen Feigen aus Anbaugebieten der Südhalbkugel angeboten. Getrocknete Feigen sind das ganze Jahr über erhältlich.

Geschmack

Ihren sehr süßen, manchmal honigähnlichen Geschmack bekommen Feigen erst in wirklich reifem Zustand. Dieser ist erreicht, wenn die Früchte weich sind und auf Druck leicht nachgeben.

Je nach Sorte sind die Feigen außen gelblich und innen weiß bis hellrosa oder auch außen blau bis dunkelviolett mit satt rotem Fruchtfleisch, wobei die weißen Früchte etwas kräftiger schmecken. Frisch werden meist die blauen Feigen angeboten.

Verwendung in der Küche

  • Die Schale der Feigen kann problemlos mitgegessen werden, je nach Sorte und persönlicher Vorliebe können dickere Schalen jedoch auch vor dem Verzehr abgezogen werden.
  • Feigen passen sehr gut zu Schinken oder Käse, z.B. Ziegenkäse. Entweder isst man sie dazu roh oder in gegrillter oder gebratener Form.
  • Ein leckeres Dessert sind in Alkohol gedünstete Feigen mit Vanilleeis oder einer hellen Creme.
  • Vergorene Früchte ergeben einen süßen Feigenwein.
  • Vor allem die weißen Sorten werden meist getrocknet.
  • Als kleiner, kohlenhydratreicher Snack für zwischendurch sind sie eine gesunde Alternative zum Stück Schokolade, sie können kleingeschnitten ins Müsli gemischt werden und finden in der Weihnachtsbäckerei Verwendung.

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Frische Feigen verderben relativ schnell, daher wird nur ein geringer Anteil von ihnen frisch exportiert. Bei Zimmertemperatur reifen sie sehr schnell nach und im Kühlschrank halten sie sich etwa vier Tage.

In getrocknetem Zustand sind sie lange haltbar. Bei dem weißlichen Belag, der sich auf den getrockneten Früchten bildet, handelt es sich nicht um Schimmel, sondern um kristallisierten Zucker.


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