Karpfen

Karpfen: Ein Fisch, der Tradition hat! Nicht nur zu Weihnachten sollte Karpfen am Tisch landen. Obwohl er etwas aus der Mode gekommen ist, kann man diesen Fisch mehr Beachtung schenken, denn sein Fleisch ist zart und richtig zubereitet eine Delikatesse. Es gibt reichlich Rezepte, die Karpfen in Szene setzen. Er kann sowohl gebacken, gegrillt wie auch gekocht werden und ist überdies auch noch sehr gesund.

Der Karpfen kommt sehr gerne zu Weihnachten und Silvester auf den Tisch.Der Karpfen kommt sehr gerne zu Weihnachten und Silvester auf den Tisch. (Foto by: alexraths / Depositphotos)

Obwohl Karpfen nicht mehr ganz so beliebt ist wie früher, bleibt er dennoch ein Fisch, den man ruhig öfters am Teller haben sollte. Gerade zu Weihnachten und Silvester wird Karpfen gerne serviert, für manche Menschen ist ein Weihnachten ohne Karpfen undenkbar. Dabei gibt es sehr viele Zubereitungsarten, die den Karpfen richtig in Szene setzen.

Wir verraten hier, was diesen Fisch so besonders macht.

Lebensraum und Verbreitung

Karpfen kann man heute hauptsächlich als Zuchtfisch selbst beangeln oder erwerben. Die ursprüngliche Wildform, von denen die Zuchtkarpfen abstammen, sind heute kaum noch zu finden. Bei Sportanglern ist Karpfen aufgrund seiner Größe und Ausdauer ein beliebter Fisch.

Der Karpfen lebt in warmen, langsam fließenden beziehungsweise stehenden Gewässern, wie Teichen, Seen oder auch Flussabschnitten, die einen sandigen und schlammigen Grund aufweisen. Wichtig für seinen Lebensraum sind ebenso Pflanzen, denn der Fisch versteckt sich gerne bis zur Dämmerung, bei der er aktiv wird.

Verbreitet ist der Zuchtkarpfen in ganz Europa. In Deutschland sind die wichtigsten Zuchtkulturen in Sachsen und Bayern zu finden.

Aussehen

Die Fische haben einen langgestreckten, hochrückigen Körper. Je nach Art unterscheidet sich die Form mehr oder weniger. Auch die Schuppen sind unterschiedlich ausgeprägt, so haben manche Arten keine bis wenig Schuppen, während andere Arten komplett mit Schuppen bedeckt sind.

Der Rücken ist grundsätzlich dunkler als die anderen Körperpartien, die Farbe ist leicht grünlich, der Bauch ist gelblich bis weißlich.

Ein besonderes Merkmal des Karpfen sind die 4 langen Barteln am Kopf und die herausstülpbaren Lippen.

Karpfen können zwischen 35 und 80 cm lang werden und bis zu 35 kg wiegen. Wobei einzelne Exemplare auch schon mit einer Körperlänge von 120 cm gemessen wurden.

Wovon ernährt sich der Karpfen?

Der Karpfen ernährt sich von am Boden und im Schlamm lebenden Kleinlebewesen wie Insektenlarven, Schnecken und Würmern. Das ist auch einer der Gründe, warum der Fisch manchmal einen modrigen oder mooselnden Geschmack hat, denn der Karpfen nimmt mit der Nahrung Blaualgen auf, die den Geschmack beeinlussen können.

Welche Karpfenarten gibt es?

Aus dem Wildkarpfen hat man über die Jahre folgende Arten gezüchtet:

  • Lederkarpfen
  • Zeilkarpfen
  • Schuppenkarpfen
  • Spiegelkarpfen

Geschmack

Leider wird dem Karpfen in Bezug auf seinen Geschmack kein gutes Zeugnis ausgestellt. Über die Nahrung aufgenommene Blaualgen beziehungsweise über die Nahrungsaufnahme im Schlamm kommt es leider vor, dass der Fisch einen modrigen, schlammig erdigen Geschmack erhält.

Doch ein einwandfreier Fisch schmeckt zart, leicht nussig und mild.

Warum einen Karpfen wässern?

Wie bereits erwähnt, kann der Fisch manchmal eine schlammig erdige Geschmacksrichtung entwickeln, daher werden Zuchtfische zwei Wochen vor der Schlachtung in sauberem Wasser gehalten, um die Schadstoffe auszuwässern.

Karpfen (Foto by: Gutekueche.de)

Saison

Eine Regel besagt, dass der Karpfen in Monaten, die mit dem Buchstaben "r" enden, Saison hat. Also die Herbst- und Wintermonate September, Oktober, November und Dezember.

Nährstoffe und Gesundheit

Der Karpfen ist wie die meisten Fischarten reich an Vitaminen, wie B12 und D. Dazu besteht er hauptsächlich aus Eiweiß und Fett, wobei hier der Fettanteil im Vergleich trotzdem gering ausfällt und somit ein gesunder Fisch ist.

Nährstoffe auf 100 g:

  • Kalorien: 113 g
  • Eiweiß: 21,3 g
  • Kohlenhydrate: 0 g
  • Fett: 4,2 g
  • Ballaststoffe: 0 g

Zubereitung von Karpfen

Der Karpfen weist eine große Bandbreite an Zubereitungsmöglichkeiten auf. Typisch hierfür sind nach Müllerin Art, nach polnischer, fränkischer oder auch serbische Art, gebacken, gekocht (blau), gebraten oder auch gegrillt, wie zum Beispiel auf Bratspießen.

Richtiges Filetieren will gelernt sein

Da der Fisch sehr viele Gräten enthält ist es manchmal nicht so einfach den Fisch zu essen. Daher sollte man einen Fisch immer richtig filetieren, dadurch bleiben so wenig Gräten wie möglich über.

Hierfür wird mit einem scharfen Messer und gekonnten Schnitten das Filet von den Gräten und Knochen befreit.

Auch das sogenannte "Schröpfen" wird gerne beim Karpfen angewendet. Hierbei werden die Gräten so klein zerteilt, dass sie danach essbar werden.

Welche Beilagen passen zum Karpfen?

Zum gebackenen Karpfen wird gerne Kartoffelsalat gereicht, aber auch verschiedene Gemüsesorten, wie Gegrilltes Gemüse, Feines Selleriepüree oder auch Wurzelgemüse sind typische Beilagen, die mit dem Karpfen harmonieren.

Gewürze zum Fisch

Zum Karpfen passen kräftige Gewürze wie Paprikapulver, Knoblauch, Salbei, Ingwer oder auch Thymian.

Hier noch unsere Rezept-Vorschläge:

Haltbarkeit und Lagerung

Beim Karpfen gilt, wie bei anderen Fischarten auch, dass er frisch so schnell wie möglich verzehrt werden sollte. Wenn man ihn im Kühlschrank aufbewahren möchte, dann sollte man unbedingt die Verpackung entfernen und ihn innerhalb von 1 Tag aufbrauchen.

Eingefroren hält sich der Fisch etwa 6 bis 8 Monate.


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