Kerbel

Äußerlich sieht Kerbel frischer Petersilie oder Korianderblättern sehr ähnlich. Am anisähnlichen Duft lässt sich das zarte Kraut, das vielen Gerichten eine frühlingshafte Frische verleiht, aber gut erkennen.

Der duftige, feine Kerbel wird oft auch als französische Petersilie bezeichnet.Der duftige, feine Kerbel wird oft auch als französische Petersilie bezeichnet. (Foto by: nanka-photo / Depositphotos)

Allgemeines

Die einjährige Pflanze gehört zur Familie der Doldengewächse und ist mit Petersilie und Möhren eng verwandt. Sie wird gerne in Gemüsegärten gepflanzt, da sie andere Nutzpflanzen vor Schädlingen wie Schnecken, Ameisen und Blattläusen schützen soll.

Zudem heißt es, dass Rettich, der neben einer Kerbelpflanze wächst, ein schärferes Aroma erhält.

Herkunft & Saison

Der Kerbel ist im Kaukasus und dem nordöstlichen Mittelmeerraum beheimatet. Schon die Römer nutzten ihn als Würz- und Heilkraut.

Heute wird das Kraut weltweit angebaut. Frischer Kerbel kommt im März auf den Markt und ist bis August erhältlich.

Geschmack & Wirkung

Der Kerbel hat einen leicht süßlichen Geschmack, der an Anis und Fenchel erinnert. Schon im Altertum war das Kraut als Mittel zur Blutreinigung bekannt.

Es regt die Entgiftungsorgane an, fördert den Stuhlgang und wirkt entschlackend und harntreibend. Diese umfassende Entgiftung regt auch den Kreislauf an.

Kerbel ist reich an Vitamin A und C sowie Eisen und Magnesium. Daher wird er auch gegen Erkältungen eingesetzt. Auch bei Gedächtnisstörungen, Kopfschmerzen, Ekzemen und Schlaflosigkeit soll das Kraut helfen.

Meist wird der Kerbel als Tee genossen. Zur äußeren Anwendung gibt es auch Kerbelsalbe.

Verwendung in der Küche

  • Frischer Kerbel sollte nie mitgekocht werden, da er bei längerem Erhitzen an Aroma verliert.
  • Die zarten Blättchen werden idealerweise erst kurz vor dem Servieren über das Essen gestreut.
  • Getrocknet oder eingefroren ist das Kraut nicht so aromatisch wie frisch.
  • Kerbel eignet sich gut zum Würzen von Eierspeisen wie Rührei und Omelett.
  • Auch in Kräutermayonnaise, -remoulade oder -butter darf das Kraut nicht fehlen.
  • Zarte Suppen sowie helle Fisch- und Fleischragouts können ebenfalls gut mit Kerbel verfeinert werden.
  • Besonders gut schmeckt das Kraut zu Lammfleisch.
  • Zu jungen blanchierten Möhren und frischen Erbsen passt es ebenfalls hervorragend.
  • Auch Quark- und Joghurtspeisen schmecken gut mit etwas frischem Kerbel.
  • Das Kraut ist Bestandteil der berühmten Frankfurter Grünen Sauce und der französischen Gewürzmischung „Fines Herbes“.
  • Andere Kräuter, mit denen sich Kerbel gut verträgt, sind zum Beispiel Petersilie und Estragon. Essig und Öl lassen sich gut mit Kerbel aromatisieren.

Aufbewahrung/ Haltbarkeit

Die frischen Blätter halten sich einige Tage, wenn sie in einem Plastikbeutel im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Getrockneter Kerbel sollte kühl, trocken und dunkel in einem gut verschließbaren Behälter gelagert werden.


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