Radicchio

Ein bitterer Vertreter seiner Art: der Radicchio. Das macht den Salat aber trotzdem zu einer leckeren Komponente in kalten und warmen Speisen. In Italien wird er beispielsweise gerne gekocht, gebraten oder gedünstet. Aber auch hierzulande findet man Radicchio in verschiedenen Salaten und unterstützt damit das Immunsystem, denn gesund ist der Salat allemal.

Radicchio In Italien wird Radicchio gerne in warmen Speisen verwendet. (Foto by: AndreySt / Depositphotos)

Allgemeines

Salate werden grob in die Familie der Lattich- oder Zichoriengewächse unterteilt. Der oftmals in der Küche unterschätzte Radicchio zählt wie auch die Salatsorten Endivie, Frisée, Chicorée und Zuckerhut zu den Zichoriengewächsen.

Seinen Ursprung hat der Radicchio in Italien, wo er bereits im 16. Jahrhundert kultiviert wurde und ist zudem unter dem Namen Rote Endivie oder Roter Zichoriensalat bekannt.

Wann hat Radicchio Saison?

Die eigentliche Saison des Salates ist von Juni bis Oktober, in dieser Zeit wächst er im Freiland. Mittlerweile ist er durch den Anbau im Gewächshaus fast das ganze Jahr über erhältlich.

Aussehen

Der Radicchio fällt besonders durch seine rot leuchtende Farbe auf. Die einzelnen Radicchioblätter strahlen in intensiver weinroter bis violetter Farbe. Dabei sind diese einzelnen Blätter wiederum von weißen Adern durchzogen.

Wie schmeckt Radicchio?

Da der Salat zu den Zichoriensalaten zählt, weist auch er einen bitteren Geschmack auf. Unter der Gattung der Zichoriengewächse ist er derjenige mit dem höchsten Gehalt an Bitterstoffen. In gemischten Salaten sorgt er für eine geschmackliche Abwechslung.

Radicchio Foto gutekueche.de

Wie gesund ist Radicchio?

Wer viel Radicchio isst, versorgt den eigenen Körper mit einer Menge an Vitaminen und Mineralstoffen und regt die eigene Verdauung und den Appetit an.

Zudem liefert Radicchio dem Körper den Ballaststoff Inulin, die Mineralstoffe Magnesium, Kalium, Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C und ebenso Vitamin A.

Positive Wirkung:

  • Als Bitterstoff ist Intybin in diesem Salat enthalten, es ist vorrangig in den Blattrippen gespeichert. Intybin hat einen positiven Effekt auf die Verdauungsanregung. Eine ausgewogene Ernährung wird mit Radicchio somit unterstützt.
  • Die Inhaltsstoffe sorgen zudem für schöne und gesunde Haut,
  • unterstützen die Sehkraft,
  • senken den Cholesterinspiegel und
  • stärken durch den hohen Mineralstoffmix Knochen, Muskeln und Zähne,
  • auch wird das Immunsystem durch den hohen Vitamin-C-Wert gestärkt.

Nährwerte auf 100 g:

  • Kalorien: 14 kcal
  • Eiweiß: 1,2 g
  • Kohlenhydrate: 1,5 g
  • Fett: 0,2 g
  • Ballaststoffe: 1,6 g

Radicchio hat als Salat sehr wenig Kalorien und einen sehr geringen Brennwert, sodass beherzt zu diesem frischen Salat gegriffen werden kann. Außerdem besteht Radicchio vorwiegend aus Wasser und enthält kaum Fett. Der Wassergehalt liegt bei ca. 95 Prozent.

Verwendung in der Küche

Radicchio kann sowohl roh als auch gedünstet verzehrt werden und ist somit vielseitig einsetzbar.

Meistens werden die Blätter jedoch frisch verwendet und mit anderen Salaten zu Salatgerichten kombiniert. Diese Kombination ist hervorragend, da so der bittere Geschmack des Radicchios durch eine Mischung mit den milderen Salatsorten zu einer ganz eigenen kreativen Mischung angerichtet werden kann.

Die Anerkennung bekommt Radicchio meist für den bitteren Geschmack und wird dafür von vielen sehr geschätzt. Wer die Bitterstoffe allerdings nicht so gerne mag und sie etwas abmildern und lösen möchte, der kann einfach den Strunk entfernen, denn dieser enthält die meisten Bitterstoffe. Ebenso ist es hilfreich, den Salat kurz in lauwarmen Wasser zu waschen.

Radicchio in warmen Gerichten

Wer Radicchio eher warm genießen möchte, kann dies durch anbraten oder dünsten machen. Es eignet sich so als perfekte Speise, die sich sowohl warm als auch kalt genießen lässt.

  • In Italien wird Radicchio besonders gerne als Gemüse in warmen Gerichten gegessen und eignet sich sowohl als Beilage zu Nudelgerichten, als auch als Komponente im Risotto oder kann auch einfach direkt vom Grill als Beilage zu Fleisch verwendet werden. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
     
  • Sich hier auszuprobieren ist unbedingt ein Versuch wert, in diesen Gerichten kann ebenso eine Fruchtkomponente eingefügt werden, wie es beispielsweise in einer leckeren Birnenpasta mit Radicchio der Fall ist.
     
  • Aber auch auf einer Pizza macht sich der Salat sehr gut und
     
  • wer seinen Gaumen an verschiedene Käsesorten verloren hat, sollte auch hier unbedingt mit diesem außergewöhnlichen Gemüse experimentieren und öfters Radicchio auf dem Speiseplan stehen haben.

Hier einige Rezept-Ideen:

Welche Zutaten passen zu Radicchio?

Radicchio eignet sich super zur Herstellung von ganz verschiedenen Salatvariationen. Er passt als Beilage zu vielen verschiedenen Gerichten, wird aber auch hinsichtlich der Herkunft oft in der mediterranen Küche verwendet.

  • Aufgrund des hohen Bitterstoffgehaltes ergänzen vor allem Früchte oder
     
  • süße Dressings den Geschmack dieses Salates. Dabei passen sowohl Senfsaucen, Joghurtdressings, Balsamicoessig als auch fruchtige Saucen, wie ein Himbeerdressing zum Salat und runden das Geschmackserlebnis ab.
     
  • Wird Rohrohrzucker oder auch Agavendicksaft verwendet, bekommt der Radicchio nochmal eine besondere Note. Hierdurch entsteht ein süß-herber Kontrast.
     
  • Möchte man dem Ganzen noch eine besondere Note hinzufügen, eignen sich zudem auch verschiedene Nüsse als Topping.

Richtige Lagerung

Es gibt verschiedene Formen der Lagerung. So kann Radicchio sowohl im Kühlschrank als auch im kühlen Keller oder einem kühlen Vorratsraum gelagert werden.

Wird der ganze Kopf ins Gemüsefach gelegt, hält sich dieser etwas länger, als wenn einzelne Salatblätter gelöst werden. Befindet sich noch die Wurzel am Salat, kann dies zu einer noch längeren Lagerfähigkeit beitragen.

Durch das Einwickeln in ein feuchtes Küchentuch wird die Frische des Salatkopfes nochmals verlängert.

Haltbarkeit

Radicchio ist Vorreiter, was die Haltbarkeit unter den Salaten betrifft und zählt so zu den am längsten haltbaren Salatsorten. Er hat eine Haltbarkeit von ca. 2 Wochen im Kühlschrank.

Auch wenn bereits die äußeren Blätter zu welken anfangen, bleiben die Blätter des darunter liegenden Salates sehr lange frisch, sodass die inneren Blätter noch in ihrer Frische verwendet werden können.

Soll der Radicchio noch länger gelagert werden, eignet sich eine Lagerung an einem kühlen und trockenen Ort. Dies kann wie bereits beschrieben durch eine Aufbewahrung mit den Wurzeln im Keller erfolgen.

Wichtig zu wissen ist, dass sich der Salat nicht einfrieren lässt. Durch Einfrieren werden die einzelnen Salatblätter des Kopfes matschig und welk, sodass dies nicht zu empfehlen ist.


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