Saure Bohnen
Zutaten für 4 Portionen
| 1 | kg | Saure Bohnen, im Beutel |
|---|---|---|
| 2 | EL | Wasser, für das Mehl |
| 400 | g | Kartoffeln, festkochend |
| 2 | EL | Weißweinessig, mild |
| 1 | EL | Mehl |
| 1 | Prise | Pfeffer, schwarz, frisch gemahlen |
| 1 | Prise | Salz |
| 500 | ml | Fleischbrühe, kräftig |
| 1 | TL | Salz, für das Kochwasser |
| 1.5 | EL | Schweineschmalz |
| 6 | Schb | Bauchfleisch, 1-2 cm dick |
| 1 | Stk | Zwiebel, mittelgroß |
| 2 | EL | Schnittlauchröllchen |
Kategorien
Benötigte Küchenutensilien
Zeit
105 min. Gesamtzeit 25 min. Zubereitungszeit 80 min. Koch & Ruhezeit
Zubereitung
- Zunächst die Bauchfleischscheiben von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen und in mundgerechte Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
- Das Schmalz in einem Topf erhitzen und die Bauchfleischwürfel und die Zwiebelwürfel darin anbraten.
- Die Bohnen in ein Sieb geben, mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen. Dann zum Bauchfleisch geben, kurz mitbraten und mit der Fleischbrühe aufgießen.
- Anschließend den Topfinhalt ca. 60 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze köcheln lassen.
- Währenddessen die Kartoffeln schälen, waschen und in grobe Würfel schneiden. Dann in einen zweiten Topf geben, mit Wasser bedecken und in etwa 20 Minuten garen. Danach abgießen und kurz ausdampfen lassen.
- Nach Beendigung der Garzeit das Mehl mit dem Wasser glatt rühren, in den Bohneneintopf geben und unter Rühren kurz aufkochen lassen.
- Zuletzt noch einmal mit Salz, Pfeffer und etwas Essig kräftig abschmecken. Die Kartoffeln in den Eintopf geben, untermischen und gegebenenfalls noch etwas Brühe angießen.
- Dann in vorgewärmte Suppenteller füllen, mit den Schnittlauchröllchen bestreuen und die Sauren Bohnen servieren.
Tipps zum Rezept
Saure Bohnen sind ursprünglich eine Spezialität aus dem Rheinland. Dafür werden die frisch geernteten grünen Bohnen gewaschen, geschnitten, kurz blanchiert und mit Salz vermischt. So wird auf natürliche Weise die Milchsäuregärung eingeleitet.
Bohnenkraut ist hier die richtige Würze. Sein Geschmack ist kräftig, herb, mit einer leicht scharfen Note und es harmoniert perfekt mit dem Gemüse. Egal ob frisch oder getrocknet sollte es nicht erst zum Schluss hinzugefügt, sondern gleich mitgekocht werden. Dadurch werden seine Aromen am besten verteilt.
Im Rheinland werden Saure Bohnen häufig mit Kasseler oder Mettenden gekocht, mit gegarten Kartoffeln oder Kartoffelbrei vermischt und mit reichlich Röstzwiebeln on top serviert.
User Kommentare
Saure Bohnen im Beutel habe ich noch nirgends bei mir im Handel gesehen, das scheint eine regionale Spezialität zu sein. Bei uns ist in Verbindung mit Kasseler oder Würsten eher Sauerkraut dabei.
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Probier es mal. Du kannst frische Bohnen nehmen oder aus der Dose. Einfach bissel milden Essig und etwas Zucker mitkochen. Dann werden die Bohnen sauer. Als Kinder hörten wir immer: Kinder, reinkommen, gibt Schnibbelbohnen oder Schnippelbohnen. Kassler ist darin wirklich gut, aber auch Kochrippchen oder Eisbeinfleisch (parallel in Salz/Zucker/Essigwasser mit Lorbeer und paar Wacholderbeeren. Nelke geht auch. Zart würzen. Auch Wienerle sind klasse oder Mettendchen (westfälischer Ausdruck für geräucherte grobe Bauernbratwurst)
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Das klingt wirklich spannend. Saure Bohnen im Beutel habe ich allerdings seit Jahren nirgendwo mehr gesehen. Ich vermute, dass sie nicht mehr populär sind. Man kann jedoch frische Schnittbohnen nehmen oder aus der Dose, die Säuerung geht ja flott (ohne Gärung). Etwas milden Essig und zur Ausbalacierung etwas Zucker und das war’s schon. Allerdings sind 60 Minuten sowohl für frische Schnittbohnen, als auch Dosenbohnen viel zu lange. Das wird Brei. Kartoffelbrei und Röstzwiebeln sind klasse. Statt des Bauchspecks nehme ich lieber Schinkenwürfel. Gern koche ich parallel paar Rippchen, die ich dann später zu den Bohnen gebe. Habe ich von meiner Mutter übernommen. Auch Eisbeinfleisch ist prima und Mettendchen. Das wäre dann die westfälische Variante. Bohnenkraut ist zwingend dazu. Am liebsten frisch, getrocknet geht zur Not aber auch. Als Kinder haben wir tatsächlich noch immer Maggi genommen.
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