Thüringer Küche

Etwa die Hälfte der Fläche Thüringens wird landwirtschaftlich genutzt. Das Thüringer Becken hat sehr fruchtbare Böden. Es werden Getreide, Zuckerrüben und Braugerste erzeugt. In vielen Gegenden Thüringens, besonders um Erfurt, wird Gemüse angebaut.

Allgemein

Die Thüringer Küche ist vor allem durch die Bratwurst und die Klöße bekannt. In Thüringen werden ausgezeichnete Kuchen gebacken. Napoleons Truppen kamen auch durch Weimar. Es heißt, die Franzosen hätten den Weimarer Zwiebelkuchen als Anregung für die Kreation ihrer berühmten Quiche Lorraine genutzt.

Thüringer Klöße

Thüringer lieben ihre Klöße mit viel Sauce. Das Kloßrezept gibt es nicht. In jeder Region Thüringens haben sich eigene Varianten entwickelt. In vielen Familien werden ganz spezielle Anleitungen von Generation zu Generation weitergegeben. Die Thüringer Klöße werden aus rohen und gekochten Kartoffeln gemacht. In die Mitte des Kloßes gehört unbedingt ein geröstetes Weißbrotstückchen. Mit zwei Löffeln geformt werden Diebichen. Diese Mehlklöße werden mit einer entsteinten Zwetschge oder Rosinen gefüllt. Halbseidene Klöße macht man aus einem festen Kartoffelbrei. Hefeklöße, Watteklöße, ein Serviettenkloß – das sind nur einige Arten von Klößen, die man in Thüringen auf dem Teller hat.

Topfbraten

Die Küche in Thüringen hat bäuerliche Wurzeln. Aus der Tradition der Hausschlachtungen haben sich viele Rezepte zur Verwertung aller Teile des Schlachtkörpers entwickelt. Auch heute wird in Thüringen noch gern der Topfbraten gekocht. Aus Schweinenieren, dem Schweinekopf, der Zunge und dem Herz wird ein Ragout zubereitet, das süßsauer abgeschmeckt wird. Dazu gibt es Thüringer Klöße. Auf den Grill kommen in Thüringen neben den Rostbratwürsten auch gern Scheiben vom Schweinekamm. Diese werden gewürzt, auf dem Grill immer mal wieder mit Bier besprüht und knusprig gebraten. Dazu gibt es scharfen Senf, Brot oder einen Kartoffelsalat.

Rotkohlwickel

Kohlwickel werden meist aus Weißkohl oder Wirsing zubereitet. In Thüringen gibt es auch Rotkohlwickel. Mit einer Füllung aus Rinderhackfleisch und Speck werden die Kohlwickel in Rotwein und etwas Essig geschmort. Die Soße wird mit Mehl und Sahne gebunden und mit Serviettenknödeln serviert.

Blechkuchen

Der Stolz einer jeden gestandenen Hausfrau in Thüringen sind ihre Kuchen. Am Wochenende und zu jedem Festtag wird gebacken. Blechweise wird eine Vielzahl von saftigen und fruchtigen Belägen auf den Hefeteig gegeben. Oft besteht der Belag aus mehreren Schichten: eine Quarkmasse, Pudding, Obst und oben drauf noch einen Guss aus Eiern, Butter oder Sahne und Zucker. Die Kuchen schmecken besonders, wenn sie ein oder zwei Tage gut durchgezogen sind.

Martinshörnchen

Um den Martinstag herrscht bei den Bäckern in Erfurt Hochkonjunktur. Dann gibt es ein Traditionsgebäck, die Martinshörnchen. Dabei handelt es sich um einen Hefeteig, der mit Konfitüre gefüllt ist.

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