Sächsische Küche

In Sachsen wurde schon immer gern gekocht und im Familien- oder Freundeskreis gegessen und gefeiert. Überregional bekannte Spezialitäten sind beispielsweise Dresdner Stollen, Leipziger Allerlei und das Fürst-Pückler-Eis.

Kartoffeln

Quarkkeulchen sind bei Groß und Klein sehr beliebt.Quarkkeulchen sind bei Groß und Klein sehr beliebt. (Foto by: demchenkov-d@mail.ru / Depositphotos)

In der sächsischen Küche spielen Kartoffeln in vielen Zubereitungsarten eine große Rolle. Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Kartoffelaufläufe und -suppen, Knödel und Klöße kennt man natürlich auch in anderen Regionen. In Sachsen wird sogar ein süßer Kartoffelkuchen gebacken.

Fleisch und Fisch

Natürlich gibt es auch viele Fleischgerichte, wie Schweinebraten, gefüllte Kalbsbrust und Rouladen mit Rotkohl. Fisch wird ebenfalls gern gegessen: Karpfen und Schleie, Forellen und gebratener Hecht.

Süßspeisen

Süße Speisen sind auch als Hauptgericht sehr beliebt.

Getränke

Kaffee und Kuchen spielen eine ganz große Rolle. In Sachsen wird gutes Bier gebraut, und es gibt ein kleines Weinanbaugebiet, dessen Erzeugnisse bei Kennern als Geheimtipp gelten.

Holundersuppe mit Grießklößchen

Reife Holunderbeeren, Zitrone, Gewürze, ein Apfel und eine Birne werden unter Zugabe von Zucker und Apfelsaft kräftig durchgekocht und durch ein Haarsieb gestrichen. Vorsicht! Der Sud färbt sehr stark. Die Suppe etwas binden, nochmals abschmecken und mit kleinen Grießklößchen servieren.

Leipziger Allerlei

Leipziger Allerlei ist ein berühmtes und ganz besonderes Gemüsegericht aus der feinen sächsischen Küche. Junger Kohlrabi, Möhren, frischer Spargel, grüne Bohnen, Blumenkohl, junge Erbsen und Morcheln werden gedünstet und in Butter geschwenkt.

Zur Abrundung gehören im Originalrezept gekochte Krebse dazu. Sie werden mit dem Gemüse und einer leichten Sahnesoße auf dem Teller angerichtet.

Quarkkeulchen

Süßes wird in Sachsen gern auf dem Teller gesehen. Aus einer Mischung von gekochten und durchgepressten Kartoffel, Mehl und Quark, Rosinen, Eiern und Gewürzen wird ein Teig bereitet und in kleinen Portionen in Schmalz ausgebacken.

Dazu wird ein Kompott aus frischen Früchten wie Aprikosen, Preiselbeeren, Sauerkirschen oder ein Apfelmus serviert.

Kartoffeln und Quark

Früher als Arme-Leute-Gericht angesehen, steht diese einfache, aber sehr gesunde Mahlzeit auch heute noch auf dem Speiseplan. Frisch gekochte Kartoffeln werden mit einer mit Zwiebeln, Gewürzen und Kräutern angemachten Quarkcreme gegessen. Oft wird dazu noch Leinöl auf den Teller gegeben.

Zimt, Nelken und Kardamom verleihen dem Gewürzkaffee einen unvergleichbare Geschmacksnote.Zimt, Nelken und Kardamom verleihen dem Gewürzkaffee einen unvergleichbare Geschmacksnote. (Foto by: gdolgikh / Depositphotos)

Gewürzkaffee

Die Sachsen wurden früher gern als Kaffeesachsen wegen ihres hohen Kaffeekonsums bezeichnet. In Leipzig wurde das erste Kaffeehaus in Deutschland eröffnet. Eine besondere Spezialität ist ein Gewürzkaffee, der mit Nelken, Zimt und Kardamom aufgegossen wird. Dazu kommen ein Schuss Weinbrand und obenauf eine Haube aus geschlagenem Rahm.

Dresdner Eierschecke

Ein sehr üppiger sächsischer Kuchen ist die Dresdner Eierschecke. Auf ein Backblech wird ein Hefeteig ausgelegt. Darauf kommt ein süßer Quarkbelag und darüber eine Schicht Puddingcreme. Nach dem Backen wird der noch heiße Kuchen mit zerlassener Butter bestrichen und mit Zucker bestreut.


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