Traditionelles am Martinstag: So gelingt die Martinsgans

Jedes Jahr zum Martinstag ist es nicht nur Brauch, sich gemeinsam mit seinen Kindern und leuchtenden Laternen zu einem Umzug aufzumachen - ebenso ist es ein Tag, an dem ein leckeres Festessen nicht fehlen darf. Traditionell bereitet man eine leckere Martinsgans zu, die mit passenden Beilagen und der richtigen Füllung zu einem unvergesslichen Festschmaus wird. Dafür gilt es bei der Zubereitung einiges zu beachten.

Eine Martinsgans bietet einen unvergesslichen Festschmaus für die ganze Familie.Eine Martinsgans bietet einen unvergesslichen Festschmaus für die ganze Familie. (Foto by: alexraths / Depositphotos)

Wichtig ist zunächst die Personenzahl. Eine etwa vier Kilo schwere Gans reicht für rund vier Personen. Entsprechend sollte das Gewicht bei sechs Personen bei rund sechs Kilo liegen - also zählt man etwa ein Kilo pro Person, denn man darf auch die Knochen, die davon noch wegfallen, nicht vergessen.

Ein absolutes Muss bei der Auswahl des Fleisches ist eine gute Qualität. Am besten gelingt der Braten mit goldgelbem Fleisch - dies ist ein recht guter Indikator dafür, dass das Tier artgerecht gehalten wurde.

Die Gans sollte nach maximal fünf Tagen nach der Schlachtung im Ofen zubereitet werden. Kauft man stattdessen eine tiefgekühlte Gans, ist es wichtig, auf eine vollkommen intakte Verpackung zu achten - hier können Keime drohen.

Füllen leicht gemacht

Um die Gans am einfachsten füllen zu können, positioniert man sie am besten mit der Bauchöffnung nach oben in einem Topf. So kann man alles ganz einfach nach innen drücken.

Nachdem man damit fertig ist, drückt man die Hautkanten mit zwei Fingenr zusammen und verschließt sie dann mit Hilfe von Holzspießen oder Rouladennadeln.

Danach wird die Gans mit Garn rundherum überkreuzt verschnürt. Achten Sie hier unbedingt auf feste Knoten, die sich nicht im Ofen lösen können - sonst fällt die Füllung heraus.

Die Füllung - viele Varianten für ein gutes Aroma

Die klassische Füllung einer Martinsgans besteht aus einer Mischung aus Äpfeln und Gewürzen. Doch hier bleibt natürlich noch jede Menge Raum für weitere Köstlichkeiten: Gewürze wie beispielsweise Thymian, Muskat, weißer Pfeffer, Beifuß oder auch Majoran schenken einen unvergleichlichen Geschmack.

Damit reiben Sie Ihre Gans bereits vor dem Garen ein.

Eine leckere Füllung könnte zum Beispiel aus geschälten und gewürfelten Apfelstücken, Konrinthen und Rosinen bestehen. Je nach Geschmack kann selbstverständlich auch Gemüse beigegeben werden.

Traditionell werden zum Gänsebraten Kartoffelknödel und Rotkohl serviert.Traditionell werden zum Gänsebraten Kartoffelknödel und Rotkohl serviert. (Foto by: diamant24 / Depositphotos)

So wird die Haut knusprig

Von Natur aus besitzen Gänse eine recht fette Haut, daher ist es umso wichtiger, dass diese auch knusprig wird - nur so kommen alle beim Braten verwendete Aromen voll zur Geltung.

Gegen Ende des Garvorganges im Ofen sollten Sie daher ausschließlich auf die Haut achten, damit diese perfekt wird.

Idealerweise gart man die Gans durchweg mit einer niedrigen Temperatur und lässt sie mehrere Stunden im Ofen schmoren, auf diese Weise bleibt sie saftig. In regelmäßigen Abständen können Sie das Tier mit Bratensaft und Fett übergießen, so wird das Fleisch noch aromatischer.

Etwa zehn Minuten vor Ende der Garzeit stellen Sie den Ofen dann auf die höchste Stufe bzw. die Grillfunktion - jetzt können Sie dabei zusehen, wie die Haut knusprig wird.


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