Artischocke

Mit einem leicht herben Geschmack zergehen Artischocken auf der Zunge. Die Kulturpflanze aus der Familie der Korbblüter kann frittiert, gekocht, gebraten oder klassisch zu einem Dip genossen werden. Ihre Vielseitigkeit wird vor allem in der französischen und italienischen Küche geschätzt.

Artischocken wirken mit ihren Bitterstoffen verdauungsfördernd und senken überhöhte Blutfettwerte.Artischocken wirken mit ihren Bitterstoffen verdauungsfördernd und senken überhöhte Blutfettwerte. (Foto by: belchonock / Depositphotos)

Allgemeines

Die Artischocke gehört zu der Familie der Korbblüter und präsentiert sich als kräftige sowie distelartige Kulturpflanze. Sie ist sehr frostempfindlich und stammt aus dem Mittelmeerraum.

Artischocken enthalten den Bitterstoff Cynarin, welcher wiederum den Stoffwechsel von Galle und Leber anregt. Sie fördern zudem die Verdauung, regen den Appetit an und senken den Cholesterinwert.

Die diätetische und medizinische Wirkung wird mit den Inhaltsstoffen Flavonoiden und Chinasäurederivaten begründet. Die Artischocke wird nicht nur verzehrt. Ihre Blätter werden zudem für Tees, Tinkturen, Säfte und Alkoholika eingesetzt.

Herkunft

Artischocken finden ihre Herkunft im Mittelmeerraum. Wissenschaftler gehen davon aus, dass ihre Kultivierung bereits im ersten Jahrhundert nach Christus ihren Anfang gefunden hat.

Saison

Artischocken werden von den nördlichen Regionen Frankreichs bis nach Israel angebaut. Aus diesem Grund sind sie in den Geschäften meist das ganze Jahr über erhältlich.

Unter idealen Bedingungen werden sie bereits vor der Blüte geerntet, sodass sie eine zarte Beschaffenheit aufweisen und keinen bitteren Geschmack entwickeln.

Die höchste Qualität ist in den Geschäften im Mai und Juni sowie im Oktober und November erhältlich.

Geschmack

Artischocken weisen einen leicht herben Geschmack auf, welcher zartbittere Noten besitzen kann. Der Boden offenbart einen besonders intensiven Geschmack, der an eine Mischung aus Nuss, Avocado und Sellerie erinnert.

Verwendung in der Küche

  • Von großen Artischocken wird nur der untere fleischige Teil der Schuppenblätter verzehrt sowie die Blütenböden. Die Härchen, welche sich unter den Blättern befinden, werden nicht zur Zubereitung verwendet.
  • Kleine Sorten hingegen können im Ganzen gegessen werden.
  • Gern werden Artischocken eingelegt oder gekocht.
  • Zum Kochen sollten sie aus geschmacklichen und optischen Gründen in einen Edelstahltopf gegeben werden. Sie sind nach 30 bis 45 Minuten gar. Sie werden mit Saucen zu Hauptspeisen gereicht und finden sich in Salaten.

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Artischocken welken schnell und verlieren dabei an Geschmack. Im Kühlschrank können sie eine Woche aufbewahrt werden, sofern sie luftdicht in Folie verpackt sind.


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