Paprika

Paprika ist sehr form- und farbenreich. So mannigfaltig ihre Form, Farbe, Süße und Schärfe ist, so vielseitig ist auch ihre Verwendbarkeit in der Küche. Roh, gefüllt, gekocht oder gegrillt ist die vitaminreiche Beerenfrucht, die zur Gruppe der Nachtschattengewächse gehört, eine Bereicherung für den Speiseplan.

Paprika enthalten unter anderem Vitamin C und Carotinoide.Paprika enthalten unter anderem Vitamin C und Carotinoide. (Foto by: agcuesta1 / Depositphotos)

Herkunft

Die Paprika stammt ursprünglich aus Süd- bzw. Mittelamerika. Bereits seit mehr als 7.000 Jahren wird sie dort angebaut. Die Menschen schätzen sie aufgrund ihrer Würz- und Heilkraft.

Ende des 15. Jahrhunderts gelangten die ersten Paprika mit den Erkundungsschiffen von Christoph Kolumbus nach Europa. Dabei empfanden die Europäer am Anfang die Paprika als zu scharf. Daraufhin wurde mit der Gemüsepaprika eine mildere Paprikasorte gezüchtet.

Welche Paprikasorten gibt es?

Heute sind rund 30 verschiedene Paprikasorten bekannt. Dazu zählen beispielsweise:

  • Block- oder Gemüsepaprika
  • Hornpaprika
  • Spitzpaprika
  • Tomatenpaprika
  • Kirschpaprika
  • Snackpaprika

Die so beliebte Gemüsepaprika wird in den drei Farben Rot, Gelb und Grün angeboten. Grüne Paprika werden meist in einem unreifen Zustand geerntet, mit zunehmendem Reifegrad werden die Schoten dann gelb oder rot und schmecken somit süßlicher.

Info: Es gibt auch weiße, violette oder schwarze Schoten, die jedoch selten angeboten werden.

Wann hat Paprika Saison?

Durch Importware ist Paprika das ganze Jahr über im Supermarkt erhältlich. Heimische Ware, meist aus dem Treibhaus, ist von Juli bis Oktober erhältlich.

Im Winter und Frühling bieten Supermärkte meist Paprika aus holländischen Gewächshäusern an.

Hauptanbaugebiete

Zu den Hauptanbaugebieten von Paprika zählen:

  • China
  • Mexiko
  • Spanien
  • USA
  • Niederlande

Wie schmeckt Paprika?

Der Geschmack der Gemüsepaprika hängt entscheidend von ihrer Farbe ab. Diese gibt den Reifegrad an:

  • Die rote Paprika steht in voller Reife und ist daher am süßesten.
  • Die grüne Paprika schmeckt dagegen ein wenig herb.
  • Ein saftiges Fruchtfleisch und einen leicht süßlichen Geschmack weist die gelbe Paprika auf.

Zudem verändert die Paprika ihren Geschmack, wenn sie gekocht wird. Dadurch gewinnt sie an Süße.

Nährwerte von Paprika

100 Gramm frische Paprikaschoten enthalten:

  • 37 kcal
  • 6,4 Gramm Kohlenhydrate (davon 6,4 Gramm Zucker)
  • 1,3 Gramm Eiweiß
  • 3,6 Gramm Ballaststoffe
  • 0,5 Gramm Fett

Wie gesund ist Paprika?

Das Gemüse weist hohe Werte an Vitamin C und ist somit das Vitamin-C-reichste Gemüse überhaupt. Weiters stecken in der Schote folgende Nährstoffe:

  • Provitamin A
  • Kalium
  • Magnesium
  • Zink
  • Eisen
  • Folsäure

Warum ist Paprika schwer verdaulich?

Die Schale ist für unseren Körper schwer zu verdauuen, dadurch können nach dem Verzehr von Paprika Völlegefühl, Magenschmerzen oder Sodbrennen auftreten.

Tipp: Paprika gekocht oder geschält genießen.

Paprika (Foto by: Gutekueche.de)

Verwendung von Paprika in der Küche

Wie Paprika vorbereiten?

Die Schote senkrecht halbieren und den Stängel sowie die Kerne und weißen Trennhäute entfernen.

Wie Paprika enthäuten?

Hierfür zuerst die ganze oder halbierte Schote im heißen Backofen bei Grillfunktion für ca. 10 Minuten garen bis die Haut blasen wirft.

Im Anschluss die Schote aus dem Ofen nehmen, in ein feuchtes Tuch wickeln und abkühlen lassen.

Zuletzt die Haut abziehen.

Wie viel wiegt eine Paprikaschote im Durchschnitt?

Eine Paprikaschote wiegt ca. 150 Gramm.

Wie Paprika in der Küche verwenden?

Es gibt viele Möglichkeiten, die Paprika zuzubereiten:

  • Häufig wird sie mariniert oder einfach roh zu einem Dip oder als Salatzutat serviert.
  • Ihren Geschmack entfaltet sie zudem in würzigen Salsas, pürierten Saucen und als Relisch.
  • Nicht ganz so knackig aber dafür sanfter und süßer schmeckt sie gebraten, gegrillt, gekocht, überbacken oder gefüllt (z.b. gefüllte Paprika).
  • Häufig ergänzt die Paprika, Gemüse aus dem Mittelmeerraum und bereichert griechische Salate.
  • Paprika ist eine Zutat für das beliebte, französische Ratatouille.
  • Ajvar ist eine beliebte Gewürzpaste aus dem Balkan, für dessen Zubereitung unter anderem Paprika gebraucht wird.

Tipp: Paprikakerne können ohne Bedenken mitgegessen werden.

Was passt zu Paprika?

Sehr gut harmoniert Paprika mit Zwiebeln, Knoblauch und Chilipulver.

Unsere Rezept Empfehlungen

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Beim Einkauf darauf achten, dass die Schote eine glänzende sowie frisch aussehende Haut aufweist.

Für die Paprika ist der Kühlschrank zu kalt. Dort sollte sie höchstens für eine Woche im weniger kalten Gemüsefach aufbewahrt werden.

Zur Lagerung wird sie in einem Plastikbeutel verpackt, welcher mit Luftlöchern versehen ist.

Ein besseres Aroma kann die Paprika in der Kühle des Kellers bewahren. Im Keller kann die Paprika für 2-3 Tage aufbewahrt werden.

Wie Paprika einfrieren?

Geputze, in Stücke geschnittene Paprikaschoten in Gefrierdosen oder Gefrierbeuteln füllen und einfrieren. Dabei sind diese dann für 4-6 Monate haltbar.

 


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