Birne

Im Mittelalter waren Birnen noch überwiegend hart und es wurde davor gewarnt, sie ungekocht zu verzehren. Erst zu Zeiten des Sonnenkönigs Ludwig XIV. erhielt die Birne ihren Ruf als süße, saftige und kulinarisch wertvolle Frucht.

Birnen schmecken sowohl frisch geerntet, aber auch zu Köstlichkeiten verarbeitet.Birnen schmecken sowohl frisch geerntet, aber auch zu Köstlichkeiten verarbeitet. (Foto by: Hintau_Aliaksey / Depositphotos)

Allgemeines

Birnen gehören wie Äpfel oder Aprikosen zum Kernobst und zu den Rosengewächsen. Wenn man die Blüten des Birnbaums betrachtet, kann man die Verwandtschaft zu den Rosen gut nachvollziehen.

Birnen lieben es mild: Sie sind überaus empfindlich gegen Blütenfrost und zu starke Hitze.

Herkunft

Die Birne stammt ursprünglich aus Asien und Europa. Auf der griechischen Peleponnes sollen schon vor etwa 3000 Jahren die ersten Kultursorten angebaut worden sein. Die Römer kannten bereits 40 verschiedene Sorten.

Saison

Regionale Ware gibt es von August bis Anfang Oktober zu kaufen. Birnen aus dem Mittelmeerraum sind fast das ganze Jahr über auf dem Markt: von Anfang Juli bis Ende Februar.

Geschmack

Reife Birnen sind sehr süß und saftig, sie zergehen regelrecht im Mund. Manche Menschen bevorzugen die Früchte, wenn sie noch nicht ganz so reif sind und noch etwas Biss und Säure haben.

Besonders weiche und saftige Birnensorten werden als Butterbirnen bezeichnet, Sorten mit einem starken Muskatgeschmack als Muskatellerbirnen. Der berühmten Conference-Birne wird ein feiner süß-säuerlicher Geschmack mit einem Hauch von Melone nachgesagt.

Verwendung in der Küche

Die Birne spielt die Hauptrolle in einigen kulinarischen Klassikern:

  • dem Dessert Birne Helene
  • dem norddeutschen Eintopfklassiker Birnen mit Bohnen und Speck
  • auf dem Kuchen

Birnenkraut schmeckt zu Reibekuchen, Pfannkuchen oder auf Schwarzbrot.

Birnen werden auch häufig zu Babybrei oder Kompott verkocht.

Ein wahres Traumpaar stellen Birnen und Ziegenkäse beziehungsweise Blauschimmelkäse dar. Zusammen mit ein paar Walnüssen oder Pinienkernen bilden sie eine tolle Basis für ausgefallene Salatkreationen.

Ein Carpaccio aus hauchdünnen Rote-Bete- und Birnenscheiben interpretiert diese Frucht ebenfalls auf ganz moderne Art und Weise.

Geschmacksintensive Gewürze wie Ingwer , , Gewürznelken , Zimt und Pfeffer ergänzen den milden Birnengeschmack ganz wunderbar.

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Birnen sollten dunkel, luftig und kühl gelagert werden. Ideal sind Temperaturen zwischen einem und fünf Grad Celsius. So aufbewahrt halten sich die Früchte für etwa zwei bis fünf Monate.

Bei Zimmertemperatur reifen Birnen sehr schnell nach, deshalb sollten sie schnell aufgebraucht werden, wenn sie nicht im Kühlschrank oder in einem kühlen Keller gelagert werden. Birnen nehmen sehr schnell andere Gerüche auf, weshalb sie nicht zusammen mit Lebensmitteln gelagert werden sollten, die starke Eigengerüche aufweisen.

Zu Kompott oder Birnenkraut verkocht halten sich die Früchte über mehrere Monate. Auch Birnen aus Konservendosen sind lange haltbar.


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