Gänsebraten, ein Herbst- und Wintergenuss

Die Grillsaison ist vorbei und die Bratenzeit gekommen. Gerade im Herbst ist ein Gänsebraten ein besonderer Genuss – sogar Tradition, betrachtet man Feiertage wie den Martinstag. Aber auch an den beliebten Weihnachtstagen ist eine Gans ein Hochgenuß. Doch ein Gänsebraten ist nicht ganz so einfach. Mit den folgenden Tipps sollte er jedoch perfekt gelingen.

Ein Gänsebraten wird gerne zu Fest- und Feiertagen serviert.Ein Gänsebraten wird gerne zu Fest- und Feiertagen serviert. (Foto by: dar19.30 / Depositphotos)

Die richtige Zubereitung

Gänsebraten braucht Zeit. Je nachdem, in welchen Zustand der Koch die Gans kauft, bedarf es einiger Vorbereitungen. Eine küchenfertige Gans braucht nur gefüllt und gebraten werden. Eine frische Gans bedarf jedoch des Rupfens und Ausnehmens – nicht jedermanns Sache.

Die Zeitspanne, wie lang eine Gans braucht, hängt von ihrer Größe ab. Normalerweise liegt die Zubereitungszeit zwischen vier und sechs Stunden.

Das Grundprinzip ist einfach. Die Gans wird vor dem Backen gefüllt. Dabei ist der Kreativität des Kochs keine Grenzen gesetzt.

Grundsätzlich kann man die Füllungen in vier Kategorien einordnen:

  1. Früchte
  2. Teig
  3. Fleisch
  4. Gemüse

Die Traditionelle Füllung besteht aus Äpfeln, die bayrische Variante aus Esskastanien und die Rheinische Martinsgans wird mit Aprikosen und Backpflaumen bestückt.

Aber auch ganz individuelle Füllungen können sehr lecker sein - von Dörrpflaumen und Orangen bis hin zu deftigen Varianten mit Hackfleisch ist alles möglich. Die dabei verwendeten Gewürzen variieren ebenfalls stark und richten sich nach den in der Füllung verwendeten Komponenten. Beifuß, Ingwer und Majoran finden jedoch häufig Verwendung.

Nach dem Befüllen wird die Gans mindestens mit Salz und Öl eingerieben und bei etwa 150 Grad im Backofen geschmort. Während der Schmorzeit sollte sie immer wieder mit Bratensaft beträufelt und mindestens einmal gewendet werden.

Die richtigen Beilagen und Saucen

Der klassische Gänsebraten wird mit Rotkohl oder Rosenkohl, Kartoffelklößen oder Knödel serviert.

In manchen Fällen mögen die Gäste auch Kroketten oder Kartoffeln.

Dazu sollte es eine kräftige Bratensauce geben, die sich aus dem Bratenfond gewinnen lässt. Um diesen von der Bratform zu lösen, kann man Rotwein und einen Backpinsel benutzen. Um die Sauce zu verfeinern, gibt es mehrere Varianten. Das gekochte Gemüse kann püriert und verwendet werden, die Sauce kann mit Stärkemehl angedickt werden, Gänsefond aus dem Glas eignet sich, um mehr Volumen zu bekommen. Auch hier gilt nur eine Regel: erlaubt ist, was schmeckt.

Rotkohl und Klöße sind beliebte Beilagen zu Gänsebraten.Rotkohl und Klöße sind beliebte Beilagen zu Gänsebraten. (Foto by: alexraths / Depositphotos)

Tipps & Tricks für die perfekte Gans

  • Ist der Gänsebraten auch nach Stunden im Ofen immer noch blass, kann er mit einer Mischung aus Butter, Sojasauce und Honig eingestrichen werden. Bei 200 Grad sollte die Gans dann richtig knusprig braun werden.
  • Besonders saftig wird der Gänseraten, wenn man eine größere Gans nimmt. Die Reste können hervorragend zu einer Gänsebrühe weiterverarbeitet werden.
  • Bei frischen Gänsen sollten man auf das Siegel „Auslaufhaltung und ökologische Tierhaltung“ achten.
  • Wer eine tiefgefrorene Gans wählt, sollte diese mindestens einen Tag vorher auftauchen.

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