Pfirsich

Die duftenden, samtigen Früchte sind ein beliebtes Sommerobst. Pfirsiche sind nahe Verwandte von Aprikosen, Nektarinen und Mandeln. Ursprünglich wurden sie hauptsächlich wegen ihrer hübschen Blüten und Zweige kultiviert, heute schätzt man weltweit den aromatisch-süßen Pfirsichgeschmack.

Am besten schmecken diese süßen Früchte, frisch gepflückt vom Baum.Am besten schmecken diese süßen Früchte, frisch gepflückt vom Baum. (Foto by: Valentyn_Volkov / Depositphotos)

Allgemeines

Insgesamt gibt es weltweit etwa 3000 verschiedene Pfirsichsorten. Dabei unterscheidet man solche mit weißem und solche mit gelbem Fruchtfleisch.

Den orange-gelben Früchten wird nachgesagt, dass sie Herz, Kreislauf, Gefäße und das Immunsystem stärken können. Zudem sollen sie eine entwässernde und die Nerven beruhigende Wirkung haben.

Herkunft

Der Pfirsich stammt ursprünglich aus China und wurde dort schon um 2000 vor Christus angebaut. Über Vorderasien, Griechenland und Italien kam die Frucht nach Mitteleuropa.

Da lange vermutet wurde, dass der Pfirsich aus Persien stamme, wurde ihm der lateinische Name „Prunus Persica“ gegeben, was „Persischer Apfel“ bedeutet.

Saison

Aufgrund verschiedener Anbaugebiete werden kleinere Mengen an Pfirsichen das ganze Jahr über angeboten. Die Saison der heimischen Früchte dauert aber nur von Juli bis August. Weingartenpfirsiche werden teilweise bis in den September hinein angeboten.

Von Mai bis Oktober werden Pfirsiche aus Marokko, Spanien, Italien und Griechenland verkauft. Kleine Mengen der süßen Früchte werden von Dezember bis März aus Südafrika und Chile importiert.

Geschmack

Pfirsiche sind süß, weich, blumig und leicht säuerlich im Geschmack. Die weltweit am meisten verkaufte Sorte Red Haven weist ein leichtes Muskataroma auf.

Verwendung in der Küche

  • Das berühmteste Pfirsichgericht ist wohl das Dessert Pfirsich Melba: in Zucker gedünstete Pfirsichscheiben mit Vanilleeis, Himbeersauce und Schlagsahne.
  • Obstsalate, fruchtige Kuchen und Torten sowie Creme-, Quark- und Joghurtspeisen mit Pfirsichen sind ebenfalls sehr delikat.
  • Die orange-gelben Früchte können außerdem zu Kompott, Marmelade, Eis oder Sorbet verarbeitet werden.
  • Sie lassen sich auch trocknen und schmecken dann in Müslis, verschiedenen Backwaren oder als Bratenfüllung.
  • Pfirsichsaft wird in vielen Cocktails oder Bowlen verwendet. Ein Klassiker ist der Drink „Bellini“, für den weißer Pfirsichsaft im Verhältnis 1:3 mit Prosecco aufgegossen wird.
  • Neben der Herstellung von Saft, Nektar und Sirup wird aus den Früchten auch Branntwein oder Likör gebrannt.
  • In der herzhaften Küche werden Pfirsichspalten unter anderem zum Aufpeppen sommerlicher Salate verwendet.
  • Verschiedene Fleischsorten lassen sich mit Pfirsichsauce, -chutney oder -curry exotisch zubereiten.

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Die Früchte werden oft zu früh gepflückt, weil sie im harten Zustand besser transportabel sind. Pfirsiche reifen aber kaum nach, weshalb man beim Kauf darauf achten sollte, möglichst reife Früchte zu kaufen.

Reife Pfirsiche duften intensiv und sind eher weich. Sie sollten innerhalb von ein bis zwei Tagen verzehrt werden, da sie schnell braune Stellen bekommen und Schimmel bilden können. Auch im Kühlschrank aufbewahrt erhöht sich die Haltbarkeit nur minimal.

Die Früchte sind zudem sehr anfällig für Druckstellen und sollten deshalb weich gepolstert und nicht aufeinander liegend gelagert werden.

Pfirsiche, die nicht zu reif und matschig sind, lassen sich entsteint und gegebenenfalls gehäutet gut einfrieren.

Im Gefrierschrank sind sie für etwa acht Monate haltbar.


Bewertung: Ø 0,0 (0 Stimme)

Das könnte Sie auch interessieren

Quitte

Quitte

Die Quitte sieht aus wie eine Mischung als Apfel und Birne. In den letzten Jahrzehnten ist sie ein wenig in Vergessenheit geraten, jedoch erlebt sie nun eine Art Comeback.

weiterlesen...
Weintrauben

Weintrauben

Weintrauben lassen sich nicht nur zu Wein und Saft verarbeiten, als Tafeltrauben kann man sie auch pur oder in veredelter Form genießen.

weiterlesen...
Blaubeeren

Blaubeeren

Seit dem Mittelalter werden Blaubeeren als Früchte und Heilpflanzen geschätzt. Je nach Region sind sie auch unter dem Namen Blaubeere, Schwarzbeere oder Moosbeere bekannt.

weiterlesen...
Johannisbeeren

Johannisbeeren

Die kleine Johannisbeere wird schon seit dem Mittelalter als Kulturpflanze angebaut. Sie ist reich an Vitamin C und enthält Zitronensäure, Eisen, Magnesium, Kalium.

weiterlesen...

User Kommentare