Vielseitiger Rhabarber

Sauer macht lustig. Mit Rhabarber und seiner säuerlichen Geschmacksnote werden viele süße Gerichte verfeinert. Deshalb gruppieren die meisten Menschen die fruchtig frische Pflanze zum Obst. Falsch! Rhabarber ist tatsächlich ein Gemüse. Die Stangen können vielseitig verarbeitet werden und besitzen besonders wenige Kalorien, dafür aber wichtige Inhaltstoffe.

Rhabarber kann in der Küche vielseitig verwendet werden.Rhabarber kann in der Küche vielseitig verwendet werden. (Foto by: rezkrr / Depositphotos)

Verwendung in der Küche

Rhabarber wird von Mitte April bis Ende Juni in Deutschland geerntet. Zu dieser Zeit schmeckt das Gemüse am besten.

Bei der Zubereitung muss man aber eines beachten: Nur die Stiele der Pflanze eignen sich zum Verzehr! Weil Rhabarber jedoch sehr säuerlich schmeckt, verfeinern viele mit den Rhabarberstangen süße Gerichte. In Kompott, Konfitüre oder Kuchen schmeckt die säuerliche Note sehr lecker.

Besonders an dem Gemüse ist aber auch, dass es erstaunlich kalorienarm ist. In 100 Gramm Rhabarber sitzen nämlich nur 13 fiese Kilokalorien.

Vor allem Rhabarber und Erdbeeren stellen eine umwerfende Kombination dar.Vor allem Rhabarber und Erdbeeren stellen eine umwerfende Kombination dar. (Foto by: dar19.30 / Depositphotos)

Wirkung auf die Gesundheit

  • Im Rhabarber steckt ganz viel Vitamin C. Schon 100 Gramm des Gemüses können ein Drittel des Tagesbedarfs an Vitamin C decken.
  • Außerdem sitzt in den Stangen der Pflanze ganz viel Kalium. Das Mineral entwässert den Körper und treibt Kalium den Transport der Nährstoffe vom Blut in die Zellen voran.
  • Im Rhabarber befindet sich aber auch besonders viel Natrium. Das unterstützt den Darm und fördert so die Verdauung. Darüber hinaus reinigt Natrium das Blut und hilft beim entschlacken.

Trotzdem sollte man Rhabarber nicht täglich verzehren. Menschen, die mit Arthritis, Gicht, Nierensteinen oder Rheuma zu kämpfen haben, sollten das Gemüse lieber nicht anrühren. In den Stangen ist nämlich Oxalsäure enthalten. Die wirkt stark ätzend und kann bei empfindlichen Menschen schon mal auf den Magen-Darm-Trakt schlagen.

Am besten ist es, wenn man Rhabarber zusammen mit Milchprodukten verzehrt. Zum Kompott beispielsweise einfach einen Schuss Vanillesoße dazugeben. Das schmeckt nicht nur lecker, sondern neutralisiert die Oxalsäure.

Smoothie Tipps

Rhabarber wird oft zu Kompott oder Saft verarbeitet. Wichtig ist aber, dass man das Gemüse niemals roh verzehrt. Der Gehalt der Oxalsäure wäre dann viel zu hoch.

Wer also einen leckeren Rhabarber-Smoothie zubereiten möchte, der sollte dafür entweder Rhabarbersaft aus dem Supermarkt verwenden oder den Rhabarber zuerst andünsten. Für einen Smoothie eignet sich aber auch Rhabarberkompott hervorragend.

Oftmals kombiniert man das Gemüse mit Erdbeeren. Ein Erdbeer-Rhabarber-Smoothie schafft einen perfekten Ausgleich zwischen süß und sauer.

Aus Rhabarber kann eine köstliche Konfitüre hergestellt werden.Aus Rhabarber kann eine köstliche Konfitüre hergestellt werden. (Foto by: dar19.30 / Depositphotos)

Konfitüre, Kuchen und Kompott

Rhabarber kann sehr vielseitig in der Küche eingesetzt werden. Als Marmelade kann man das Gemüse noch lange Zeit nach der Erntezeit genießen. Bei der Zubereitung der Konfitüre einfach ein paar süße Früchte hinzufügen. Äpfel , Aprikosen , Bananen , Erdbeeren und Orangen harmonieren mit Rhabarber ausgezeichnet. Das Obst neutralisiert die Säure. In der Hauptsaison kann man Rhabarber aber auch hervorragend als Kuchenbelag oder -füllung verwenden.


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