Anis

Anis gehört zu den sehr ungewöhnlichen Gewürzen, dessen Aroma nur schwer beschrieben werden kann. Es erinnert an Lakritze und den griechischen Schnaps Ouzo. Doch das markante Gewürz kann auch sehr kreativ in der Küche eingesetzt werden.

Anis und Anissamen sollte man nicht mit den aus China stammenden Sternanis verwechseln.Anis und Anissamen sollte man nicht mit den aus China stammenden Sternanis verwechseln. (Foto by: HandmadePicture / Depositphotos)

Allgemeines

Anis ist unter unterschiedlichen Namen bekannt, zu denen süßer Kümmel und Brotsamen gehören.

Die Anispflanze kann eine Höhe von bis zu 80 cm aufweisen und weist behaarte sowie verzweigte Stängel auf.

Verwendet werden vornehmlich die Spaltfrüchte dieses Doldengewächses. Die ganzen Samen können in der Küche verwendet werden oder der Anis wird als Pulver gekauft.

Anis wird hier jedoch zunehmend vom ertragreicheren Sternanis abgelöst, der aus China kommt und einen ähnlichen Geschmack wie Anis hat.

Herkunft & Saison

Anis kommt aus den östlichen Mittelmeerländern und hat seinen Ursprung wahrscheinlich in Ägypten

Seine Hauptsaison startet im April - in Deutschland ist Anis das gesamte Jahr erhältlich.

Geschmack & Wirkung

Anis weist einen sehr intensiven und starken Eigengeschmack auf, welcher an die Süßigkeit Lakritze erinnert oder an den griechischen Schnaps Ouzo. Das Gewürz ist reich ätherischen Ölen, Flavonoiden, Öl und Phenolcarbonsäuren.

Gern greifen stillende Mütter auf Anistee zurück, da dieser die Milchbildung anregt.

Auch Beschwerden im Magen-Darm-Bereich können dadurch gelindert werden. Kleinkinder erhalten gelegentlich Anis, um Blähungen zu beseitigen.

Bei Erkältungen kann der behilflich sein, den Schleim zu lösen. Des Weiteren wirkt Anis antibakteriell. So können Bronchitis und Asthma mit diesem Gewürz gemildert werden.

Verwendung in der Küche

Anis ist ein sehr intensives Gewürz, welches bei einer zu hohen Dosierung eine Speise dominiert. Aus diesem Grund sollte mit ihm vorsichtig umgegangen werden.

  • Er würzt Brot, Desserts, Salzgebäck und auch Fisch.
  • Zudem harmoniert Anis hervorragend mit Rotkohlgemüse und einigen Fleischgerichten.
  • Anis ist zudem ein typisches Gewürz für die Weihnachtszeit und dient als Zutat für Lebkuchen sowie Honigkuchen.
  • Gern wird er auch in einen Glühwein gegeben.
  • Zur Herstellung von Schnaps wird das aromatische Öl dieses Gewürzes gern eingesetzt.
  • Wer in dem Umgang mit Anis noch nicht so versiert ist, sollte das Gewürz in Pulverform verwenden. Aufgrund des geringeren Aromas lässt es sich besser dosieren.
  • Erfahrene Köche nutzen vom Anis die ganzen Samen. Diese werden mit einem Mörser kurz vor dem Kochen zerkleinert, damit sich die Aromen vollständig entfalten können.

Haltbarkeit & Aufbewahrung

Ein hochwertiger Anis weist schwere und volle Früchte auf, welche einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aufweisen. Er sollte daher im Dunkeln gelagert werden. Die Haltbarkeit wird mit 12 Monaten angegeben.


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