Dill

Im Mittelalter glaubte man, dass Dill vor Hexerei und Zauberei schütze. Vor allem junge Bräute trugen daher ein Sträußchen Dill mit sich. Heute ist die Gewürzpflanze vor allem in der nordeuropäischen Küche beliebt.

Dill weist einen leicht süßlichen Geschmack mit einer würzige bis herbe Komponente auf.Dill weist einen leicht süßlichen Geschmack mit einer würzige bis herbe Komponente auf. (Foto by: yekophotostudio / Depositphotos)

Allgemeines

Dill wird auch Gurkenkraut oder Kümmerlingskraut genannt und gehört zu den Doldenblütern. Die Pflanzen werden bis zu 1,20 Meter hoch und mögen es leicht feucht und sonnig.

Herkunft & Saison

Vermutlich stammt der Dill ursprünglich aus Kleinasien und dem östlichen Mittelmeerraum. Die alten Ägypter kannten und schätzten Dill schon als Kulturpflanze.

Heute wird er in ganz Europa angebaut. Die Dill-Saison dauert von Juli bis Septmeber. Da die Pflanze aber häufig im Treibhaus angebaut wird, ist sie vielerorts das ganze Jahr über auf dem Markt.

Geschmack & Wirkung

Dill schmeckt würzig-frisch, leicht süßlich und nach einem Hauch von Kümmel. Besonders aromatisch sind die Spitzen und die jungen Blätter. Dill lindert leichte Verdauungsbeschwerden wie beispielsweise Blähungen.

Zudem haben wissenschaftliche Versuche nachgewiesen, dass Dill krampflösend wirkt und das Wachstum schädlicher Bakterien hemmt. Weiterhin werden der Gewürzpflanze schlaffördernde und harntreibende Wirkungen nachgesagt.

Verwendung in der Küche

  • Bekannte und bewährte Einsatzbereiche von Dill sind eingelegte Gurken, Fischgerichte und Salatsaucen.
  • Das Gewürz gehört auch in die berühmte Frankfurter Grüne Sauce.
  • Auch Mayonnaise, Remoulade, Quark und Kräuterbutter werden mit ihm verfeinert.
  • Kalbfleisch- und Hühnerragouts, Fischsud und verschiedene Meeresfrüchte wie Krabben und Krebse können ebenfalls gut mit Dill gewürzt werden.
  • Er passt auch zu Gemüsen wie Gurken, Bohnen, Zucchini und Kartoffeln.
  • Dillstängel eignen sich auch gut zur Dekoration von Speisen.
  • In der orientalischen Küche werden auch die Dillsamen verwendet, zum Beispiel zum Bestreuen von Brot. Sie schmecken auch in Fleischeintöpfen und Kohlgerichten.
  • Dillsamen werden auch als Tee getrunken.
  • Da Dill keine große Hitze verträgt, sollte er, wenn überhaupt, nur kurz mitgegart werden. Er verliert zwar sein Aroma nicht, wenn er erhitzt wird, nimmt aber eine unschöne graue Farbe an.
  • Dill verträgt sich außerdem nur mit wenigen anderen Gewürzen wie Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie und Senfkörnern.

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Frischer Dill hält sich am besten, wenn er in einem Plastikbeutel im Kühlschrank gelagert wird. Die Enden der Stängel sollten mit einem feuchten Küchenpapier umwickelt werden. Doch selbst so präpariert sollten die frischen Dillspitzen möglichst schnell verzehrt werden.

Die getrockneten Blätter und Samen sollten in luftdicht verschlossenen Behältern kühl und dunkel aufbewahrt werden. Sie halten sich über mehrere Monate. Frischer Dill lässt sich gut einfrieren, am besten zusammen mit etwas Wasser in Eiswürfelschalen.

Nach einem alten Hausrezept zur Konservierung von frischem Dill wird er abwechselnd mit Salz in ein gut verschließbares Gefäß geschichtet und im Kühlschrank aufbewahrt. So kann er mehrere Wochen bis einige Monate frisch bleiben.


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