Frittieren

Das Frittieren ist eine unerlässliche Garmethode für beliebte Gerichte wie Quarkbällchen oder knusprige Pommes. Richtig durchgeführt, ist dies eine sehr schnelle und vielseitige Zubereitungsweise, trotz des hohen Fettgehalts.

Zahlreiche Lebensmittel lassen sich in heißem Öl knusprig backen.Zahlreiche Lebensmittel lassen sich in heißem Öl knusprig backen. (Foto by: Fundiworks1 / Depositphotos)

Frittierte Gerichte sind im Allgemeinen zwar eine fettige Angelegenheit, doch mit der richtigen Methode merkt man ihnen den Fettgehalt kaum an. Dabei spielt es keine Entscheidende Rolle, ob man mit der Fritteuse, dem Kochtopf oder einem Wok frittiert. Geeignet sind Pflanzenöl wie Sonnenblumenöl oder Kokosöl.

Funktionsweise

Bei dieser Garmethode werden die Zutaten in reichlich Pflanzenöl gegeben und solange frittiert (ausgebacken) bis sich von außen eine knusprige oder gebräunte Schicht gebildet hat.

Dabei schwimmt das Frittiergut frei im Öl und wird von Zeit zu Zeit gewendet. Das heiße Öl verschließt die Außenschicht beziehungsweise die Poren, wodurch das Frittiergut nicht gänzlich vom Öl durchtränkt wird. Durch die hohe Temperatur (etwa 160 °C) wird das Gemüse, Obst oder Fleisch auch innen gar.

Welche Lebensmittel eignen sich für diese Garmethode?

Geeignet sind vor allem halbfeste Gemüsesorten wie Pilze, Zucchini, Aubergine oder auch Brokkoli, Blumenkohl und Kochbananen.

Diese Lebensmittel können direkt roh frittiert werden oder zuvor in leicht flüssigem Teig gewälzt werden.

Außerdem können Fisch und Fleisch paniert oder im Teigmantel frittiert werden, sowie Kartoffeln und viele Teigwaren.

Champignons, aber auch andere Pilzarten, eignen sich gut zum Frittieren.Champignons, aber auch andere Pilzarten, eignen sich gut zum Frittieren. (Foto by: Peteer / Depositphotos)

Tipps und Tricks zur Garmethode

Beim Frittieren kommt es sehr auf die richtige Öltemperatur für das jeweilige Frittiergut an. Das Öl sollte prinzipiell heiß sein, aber nicht zu sehr und schon gar nicht rauchen.

Bei zu heißem Öl schließen sich die Poren zu schnell und das Innere kann nicht gar werden.

Ist das Öl hingegen zu kalt, dann wird das Frittiergut zu fettig.

Die optimale Temperatur kann auf unterschiedlichste Weise ermittelt werden:

  • Zum einen kann ein Holzlöffel mit dem Stiel in das Öl gehalten werden. Wenn sich kleine Bläschen am Holz bilden, dann ist das Öl heiß genug.
  • Noch sicherer ist die Teigmethode, welche gerade bei Frittiergut aus Teig oder mit Teigmantel geeignet ist. Man wirft ein kleines Teigkügelchen ins Öl und wenn es langsam sprudelnd aufsteigt, dann ist das Öl fertig.

Nach dem Frittieren sollte das Frittiergut auf Küchenpapier abtropfen können.

Bekannte Rezepte

Frittiert werden sowohl süße Teigspeisen als auch herzhafte Snacks.

Die folgenden Rezepte sind hierzulande weit verbreitet und beliebt.

Pommes

Frittierte Pommes-Frites können aus rohen Kartoffelstiften zubereitet werden oder aus gefrorenen und vorfrittierten Pommes. Vorfrittierte Pommes können direkt in kleinen Portionen fertigfrittiert werden. Rohe Kartoffelstifte sollten in zwei Gängen frittiert werden. Direkt nach dem Frittieren salzen und würzen.

Quarkbällchen

Köstliche, frittierte Quarkbällchen sind eine Sünde wert.Köstliche, frittierte Quarkbällchen sind eine Sünde wert. (Foto by: Mayangsari / Depositphotos)

Luftige Quarkbällchen werden aus einen weichen Teig, der zu gleichen Teilen aus Mehl und Quark besteht, im Öl ausgebacken. Man benötigt 500 g Mehl, 500 g Quark, 4 Eier, 240 g Zucker, 1 Päckchen Backpulver und etwas Salz.

Berliner

Berliner oder Krapfen bestehen aus einem Hefeteig aus 500 g Mehl, ½ Päckchen frischer Hefe, 250 ml Milch, 50 g Zucker, 5 Eigelb, 50 g Butter und Marmelade für die Füllung. Die Berliner werden nacheinander von der jeder Seite goldgelb gebacken und anschließend gefüllt.


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