Kiwi

Erstmals auf den europäischen Markt kam die Kiwi in den 70er Jahren unter dem Namen „Strahlengriffel“. Erst in den 80er Jahren wurde die kleine, innen grüne und außen pelzig-braune Frucht unter dem Namen Kiwi bekannt und beliebt.

Kiwis haben einen sehr hohen Gehalt an Vitaminen und Nährstoffen.Kiwis haben einen sehr hohen Gehalt an Vitaminen und Nährstoffen. (Foto by: belchonock / Depositphotos)

Allgemeines

Kiwis enthalten besonders viel Vitamin C. Der Gehalt liegt bei 44 Milligramm pro 100 Gramm Fruchtfleisch. Zudem enthalten Kiwis Actinidin, ein eiweißspaltendes Enzym. Wegen dieses Enzyms werden Milchprodukte bitter, wenn sie mit Kiwis in Berührung kommen. Der Saft verhindert außerdem die Wirkung von Gelatine. Auf der anderen Seite hilft das Actinidin, Eiweiße zu verdauen.

Herkunft

Ursprünglich stammt die Kiwi aus Südostasien. Lange bevor die Früchte großflächig angebaut wurden, wuchsen verschiedene Züchtungen aus wilden Arten in Privatgärten. Aus der Wildart Actinidia Chinensis wurde die heute angebaute Art gezüchtet.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Kiwi nach Neuseeland gebracht, das noch heute das Hauptanbaugebiet darstellt. Der Name leitet sich vom Kiwi-Vogel ab, dem Nationalvogel Neuseelands.

Saison

Kiwis sind aufgrund verschiedener Anbaugebiete das ganze Jahr über erhältlich. Im April beginnt die Saison für Kiwis, die aus Anbaugebieten südlich des Äquators stammen. Die ersten Lieferungen kommen aus Chile, von Juni bis November kommen die neuseeländischen Kiwis dazu. Von Oktober bis etwa Ende Mai sind die europäischen Kiwis auf dem Markt. Sie kommen vor allem aus Italien, Frankreich und Griechenland.

Geschmack

Der Geschmack der Kiwi erinnert an eine Mischung aus Stachelbeeren, Melonen und Erdbeeren.

Die Kiwi wurde früher auch „chinesische Stachelbeere“ genannt. Während die Sorten mit grünem Fruchtfleisch oft etwas säuerlicher schmecken, sind die mit eher gelblichem, hellem Fruchtfleisch meist etwas süßer und milder im Geschmack.

Verwendung in der Küche

  • Kiwis werden vor allem in Desserts verwendet, zum Beispiel in Obstsalaten, als Tortenbelag oder Schicht-Dessert.
  • Mit Vanillesauce, Weinbrand oder Schlagsahne können die kleinen Früchte leicht aufgepeppt werden.
  • In Smoothies und Shakes sind sie ebenfalls sehr lecker.
  • Auch Eis und Parfaits können aus Kiwis hergestellt werden.
  • Kiwi-Daiquiris und Kiwi-Bowle sind erfrischende und fruchtige Cocktails für heiße Sommertage.
  • Kiwis können auch gut zu Marmelade verarbeitet werden und passen gut ins Frühstücksmüsli.
  • Zu Lammhackbällchen schmeckt ein Pesto aus Kiwis, Basilikum, Mandeln und Frühlingszwiebeln.
  • Mit Bananen und viel Chili lässt sich ein schmackhaftes, scharfes Kiwi-Chutney herstellen.
  • Kiwischeiben eignen sich sehr gut als Dekoration verschiedener Speisen.

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Kiwis reifen gut nach. Unreife Früchte halten sich bei Zimmertemperatur für etwa zwei bis drei Wochen. Reife Kiwis sollten innerhalb weniger Tage verzehrt werden, wenn sie bei Zimmertemperatur gelagert werden. Im Kühlschrank gelagert können auch reife Früchte noch für bis zu zwei Wochen frisch bleiben.


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