Sodbrennen

Viele Menschen kennen Sodbrennen und Magendrücken vor allem als Nachwirkung einer guten, reichhaltigen oder schweren Mahlzeit. Manche Menschen jedoch leiden tagtäglich unter dem unangenehmen Schmerz und benötigen deshalb oft sogar Medikamente. Mit einer entsprechenden Ernährung lässt sich Sodbrennen aber lindern.

Sodbrennen kann zu starken Schmerzen führen.Sodbrennen kann zu starken Schmerzen führen. (Foto by: Vadymvdrobot / Depositphotos)

Man geht davon aus, dass fast 10 Prozent der deutschen Bevölkerung an regelmäßigem bis zu täglichen Sodbrennen leidet.

Viele nehmen deshalb regelmäßig Medikamente ein oder versuchen den unangenehmen Schmerz zu ignorieren. Dauerhaftes oder regelmäßiges Sodbrennen kann aber zu Spätfolgen in der Speiseröhre führen und sollte deshalb immer ärztlich abgeklärt werden.

Schnelle Hilfe bietet eine angepasste und reizarme Ernährung. Eine Ernährungsumstellung ist von Vorteil, damit es nicht zu ernsten gesundheitlichen Schäden kommt. Denn Sodbrennen kann eine Vorstufe von einer Speiseröhrenentzündung sein.

Ursachen und Ausprägung der Erkrankung

Der Magen liegt am unteren Ende der Speiseröhre und mündet unten seitlich in den Zwölffingerdarm. Im Magen herrscht durch die Magensäure ein sehr saures Milieu. Die Säure spielt eine wichtige Rolle beim Zerkleinern der Nahrung und dem Herauslösen der Nahrungsbestandteile. Der Magen selbst ist durch eine Schutzschicht gegen die Säure geschützt und der obere Schließmuskel soll den Rückfluss in die empfindliche Speiseröhre verhindern.

Schließt der Muskel nicht richtig, weil er beispielsweise erschlafft oder aber der Magen völlig überfüllt ist, so fließt der saure Nahrungsbrei zurück nach oben. Weil die Speiseröhre gegen Säure nicht geschützt ist, kommt es zu schmerzhaften Reizungen, Entzündungen und – bei häufiger Einwirkzeit – sogar zu Veränderungen im Gewebe.

Eine ungesunde Ernährungsweise kann das Enstehen von Sodbrennen begünstigen.Eine ungesunde Ernährungsweise kann das Enstehen von Sodbrennen begünstigen. (Foto by: VadimVasenin / Depositphotos)

Das richtige Ernährungskonzept

Die Zusammensetzung der Nahrung beeinflusst den Druck, der im Magen entsteht und dazu führt, dass Nahrungsbrei aus dem Magen zurück in die Speiseröhre fließt.

Vor allem Eiweiß kann diesen Rückfluss beschleunigen. Ist in der Mahlzeit auch noch viel Fett enthalten, so vermindert sich zusätzlich noch die Muskelspannung des Schließmuskels, so dass der Mageneingang länger offen steht. Auch sehr kalte Speisen beeinflussen die Magenaktivität ungünstig, weil die den Rückfluss von bereits in die Speiseröhre geflossenem Nahrungsbrei verlangsamen.

Wie Nahrungsfette hat auch Alkohol eine negative Wirkung auf die Effektivität des Schließmuskels.

Die Ernährung sollte also fett- und eiweißarm sein. Kohlenhydrate gelten als geeignet, wobei der Zuckeranteil gering sein sollte.

Empfehlungen zu besonderen Lebensmitteln

Gesunder Salat, nicht blähendes Gemüse, Kohlenhydrate und fettarmes Fleisch sind bei Sodbrennen empfehlenswert.Gesunder Salat, nicht blähendes Gemüse, Kohlenhydrate und fettarmes Fleisch sind bei Sodbrennen empfehlenswert. (Foto by: Maridav / Depositphotos)

Kohlenhydrate

Die Ernährung bei Sodbrennen sollten im Wesentlichen auf gut verdauliche Kohlenhydrate setzen. Dazu zählen:

Fleisch

Auch fettarmes Fleisch wie Geflügel wird meist sehr gut vertragen.

Gemüse

Gleiches gilt für die meisten nicht blähenden Gemüsesorten und Salat.

Diese Lebensmittel gilt es zu meiden

Lebensmittel mit einem hohen Fett- oder Zuckeranteil wie Süßigkeiten, Kuchen und Torten begünstigen den Rückfluss der Nahrung und verstärken dagegen das Sodbrennen.

Hausmittel

Mit kalter, fettarmer Milch in kleinen Schlucken getrunken oder dem Kauen von Mandeln lässt sich leichtes Sodbrennen natürlich behandeln.

Tipps und Tricks für den Alltag

Wer regelmäßig an Sodbrennen leidet, sollte unbedingt versuchen, die Gründe heraus zu finden. Zu den typischen Risikofaktoren zählen:

  • Übergewicht
  • übermäßiger Alkoholgenuss
  • Rauchen
  • Stress.

Aber auch übermäßiger Verzehr von fett- und zuckerreichen Lebensmitteln wie Schokolade gilt als ungünstig.

Auch in der Schwangerschaft kommt Sodbrennen aufgrund der hormonellen Situation und der Enge im Bauchraum häufig vor. Betroffene sollten lieber mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag zu sich nehmen als wenige Große.


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