Gastritis: Ursachen, die richtige Ernährung und Tipps für den Alltag

Eine Entzündung der Magenschleimhaut – eine sogenannte Gastritis – ist nicht nur schmerzhaft sondern auch gar nicht so ungefährlich und vor allem gar nicht einfach wieder loszuwerden. Wer nicht nur auf Medikamente setzen möchte, sollte unbedingt eine leichte Schonkost wählen.

Typische Gastritis-Symptome können Übelkeit sowie Druck und Schmerz im Oberbauch sein.Typische Gastritis-Symptome können Übelkeit sowie Druck und Schmerz im Oberbauch sein. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Ursachen, Symptome und Ausprägung der Erkrankung

Das Auftreten einer Gastritis kann viele verschiedene Ursachen haben. Häufige Ursachen sind die Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori und die stressbedingte Entzündung der Magenschleimhaut.

Während erstere durch eine medikamentöse Therapie innerhalb weniger Wochen in den Griff zu bekommen ist, sollte man bei der stressbedingten Gastritis den eigenen Lebensstil kritisch prüfen.

In jedem Fall ist während der akuten Phase der Verzehr einer leichten Schonkost empfehlenswert. Die Beschwerden treten meist im Oberbauch auf und verursachen Übelkeit, Appetitlosigkeit und Aufstoßen weiters kann sich ein unangenehmer Geschmack im Mund bilden.

Im Magen landen all die bereits grob zerkleinerten und im Mund durch Enzyme angedauten Speisen. Sie verbleiben dort für einige Stunden und werden mit Hilfe der Magensäure weiter zerkleinert und in die Grundbestandteile zerlegt. Verantwortlich dafür ist im Wesentlichen die Magensäure, welche als sehr starke Säure von speziellen Zellen der Magenschleimhaut gebildet wird. Weil die Magensäure auch die Magenschleimhaut angreifen würde, ist diese normalerweise gut geschützt. Fällt dieser Schutz beispielsweise aufgrund von Infektionen durch Viren und Bakterien, Medikamenten oder psychischen Belastungen aus, so gelangt die Magensäure zu den darunter liegenden Zellen und führt dort zu Entzündungen. Die typischen Gastritis-Symptome wie Druck, Übelkeit und Schmerz treten auf.

Das richtige Ernährungskonzept

Kräutertee, vor allem Kamillentee ist bei einer Gastritis empfehlenswert.Kräutertee, vor allem Kamillentee ist bei einer Gastritis empfehlenswert. (Foto by: duskbabe / Depositphotos)

Patienten die an einer Gastritis und damit einer akuten Entzündung der Magenschleimhaut leiden, sollten sich unbedingt für einige Tage an eine leichte Schonkost halten.

Dabei wird auf schwer verdauliche Lebensmittel und stark gewürzte Gerichte vollständig verzichtet. Zusätzlich sollte jeder Betroffene sich selbst beobachten und dadurch feststellen, was er gut verträgt und was nicht. Daran kann der Speiseplan während der Schonkost ausgerichtet werden.

Im Allgemeinen sollten lieber mehrere kleine als wenige große Mahlzeiten verzehrt werden. Auch sollte man langsam essen und die Nahrung gut kauen, weil dies den Magen entlastet.

Besonders magenschonend ist außerdem das Meiden von sehr heißen und sehr kalten Speisen. Eine gesunde Ernährung ist hierbei unumgänglich.

Empfehlungen zu besonderen Lebensmitteln

Bei einer Gastritis-Erkrankung sollte auf eine Schonkost gesetzt werden.Bei einer Gastritis-Erkrankung sollte auf eine Schonkost gesetzt werden. (Foto by: timolina / Depositphotos)

Vor allem ein hoher Fettgehalt gilt als sehr ungünstig bei einer Gastritis und sollte unbedingt vermieden werden. Deshalb sollten Gastritis-Patienten bei Fisch, Fleisch oder Milchprodukten die fettarmen und nicht geräucherten Varianten wählen. Das bedeutet, dass fette Käsesorten, Sahne, fette Wurstwaren und fetthaltige Fische wie Aal oder Makrele ebenso tabu sind wie fette Saucen wie Sauce hollandaise, Mayonaise und frittierte Gerichte.

Ebenso gilt es auf schwer verträgliches Gemüse wie Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Kohl oder Pilze zu verzichten. Gleiches ist auch bei Nüssen und Steinobst zu beachten. Am besten verzehrt man vor allem reifes Obst und Gemüse.

Getränke werden am besten ohne Kohlensäure genossen. Auch Alkohol und Kaffee belasten den Magen unnötig.

Tipps und Tricks für den Alltag

Interessant ist, dass nicht nur Fett sondern auch Proteine nur beschränkt konsumiert werden sollten. Der Großteil der Nahrung sollte also aus Kohlenhydraten bestehen. Allerdings gelten gerade Backwaren als schwer verdaulich. Dies gilt sowohl für Kuchen und Gebäck als auch für Brot und Brötchen. Ausweichen kann man auf Lebensmittel wie Kartoffel, Reis oder Nudeln.


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