Glühwein und Punsch: Heiße Getränke gegen kaltes Wetter

Ein Winter ohne Glühwein und Punsch? Das ist geradezu unvorstellbar, denn diese Getränke bieten eigentlich für jeden Geschmack etwas Passendes an. Doch was genau unterscheidet einen Punsch von einem Glühwein? Gibt es sogar gesetzliche Vorschriften? Schmecken Punsch und Glühwein überall gleich? Und was hat Mozart damit zu tun?

Glühwein und Punsch sind zwei beliebte Getränke, die in der kalten Jahreszeit Saison haben.Glühwein und Punsch sind zwei beliebte Getränke, die in der kalten Jahreszeit Saison haben. (Foto by: tepic / Depositphotos)

Gesetzliche Vorschriften und persönliche Vorlieben

Das deutsche Gesetz schreibt recht genau vor, was als Glühwein verkauft werden darf. Wie der Name es schon verrät, handelt es sich tatsächlich um einen Wein, dessen Alkoholgehalt auf 7 % Vol. festgelegt wird und der durch unterschiedliche Zutaten gewürzt und gesüßt werden kann.

Wird dieser Mischung anderer Alkohol wie etwa Rum oder Amaretto zugefügt, ist es genau genommen kein Glühwein mehr. Die Art des Weines ist übrigens nicht vorgeschrieben. In Deutschland wird hauptsächlich Rotwein als Grundzutat genommen, doch erscheint hier auch immer öfter die Variante aus Weißwein, die in Italien bekannter ist als die mit rotem.

Die Basis

Natürlich gibt es aus Unterfranken und Hessen auch Glühweine, deren Basis ein guter Apfelwein bildet.

Wer eine alkoholfreie Form herstellen möchte, greift zu passenden Fruchtsäften als Grundlage. Die Frage nach den Gewürzen ist eigentlich eine Frage des Geschmacks und der eigenen Kreativität. Klassisch wird Glühwein mit Zimt, Gewürznelken, Zitronenschalen und Sternanis aromatisiert.

Schon die Vorläufer aus der Antike und dem Mittelalter enthielten unzählige Kombinationen aus Pfeffer, Safran, Ingwer, Kardamom, Muskat und vielen anderen Zutaten.

Die verschiedenen Gewürze verleihen dem Glühwein sein Aroma.Die verschiedenen Gewürze verleihen dem Glühwein sein Aroma. (Foto by: belchonock / Depositphotos)

Indischer Ursprung als Inspiration

Der Punsch hingegen birgt weniger Spielraum für geschmackliche Experimente, wenn man ihn sich ganz ursprünglich betrachtet.

Der Name leitet sich von dem Hindiwort "pāñč" ab, das ganz einfach "fünf" bedeutet und sich auf die Anzahl der traditionellen Zutaten bezieht:

  1. Arrak (ein indischer Reisbranntwein)
  2. Zucker
  3. Zitrone
  4. Tee oder Wasser
  5. Gewürze

Der Arrak wird hier gerne durch Rum, Weinbrand oder sogar Wein ersetzt. Trotz dieser eigentlich recht festen Vorgabe inspiriert das Wort "Punsch" zu unzähligen Kreationen mit unterschiedlichen Getränken und diversen Zutaten.

Bekannte Beispiele sind der Eierweinpunsch , der friesische Kinderpunsch mit Früchtetee und der "Autofahrerpunsch" aus Schwarztee und Orangensaft.

Eierlikörpunsch ist eine köstliche Abwandlung des herkömmlichen Punsch.Eierlikörpunsch ist eine köstliche Abwandlung des herkömmlichen Punsch. (Foto by: 5PH / Depositphotos)

Im Jahre 1764 entdeckte übrigens Wolfgang Amadeus Mozart den Punsch in Großbritannien und brachte ihn als sein Lieblingsgetränk mit nach Wien und Salzburg.

Hoch die Becher!

Beiden Heißgetränken ist gemein, dass sie nicht zu hoch erhitzt werden dürfen, da der Alkohol ab 78°C verdampft und die Aromen zerstört werden. Ein Erwärmen und Warmhalten auf dem Herd ist also eher eine unsichere Angelegenheit. Gerade bei größeren Mengen lohnt sich daher der Griff zu Warmhaltebehältern oder Einkochautomaten mit Temperaturregulierung.

Am besten trinken sich Punsch und Glühwein in geselligen Runden während der kalten Jahreszeiten. Ganz egal, ob es sich dabei um eine Weihnachtsfeier, Karneval oder einen Geburtstag handelt.


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