Lorbeer

Der Lorbeer gilt seit jeher als Siegessymbol und als Schutz vor bösen Mächten. Mittlerweile haben die aromatischen Blätter auch Einzug in kulinarische Welten gehalten.

Frische Lorbeerblätter schmecken und würzen noch intensiver als getrocknete.Frische Lorbeerblätter schmecken und würzen noch intensiver als getrocknete. (Foto by: tycoon / Depositphotos)

Allgemeines

Lorbeer kann, wenn er in zu großen Mengen verzehrt wird, zu Trance-Zuständen und Bewusstseinsstörungen führen. Man vermutet daher, dass die Visionen der Priesterinnen des Orakels von Delphi von übermäßigem Lorbeerkonsum beeinflusst waren.

Herkunft & Saison

Ursprünglich stammt der Lorbeer aus Vorderasien. Heute wird die Pflanze vor allem in den Mittelmeerländern angebaut, da sie mildes Klima braucht und nur bedingt winterhart ist. Die in Deutschland verkauften Lorbeerblätter stammen hauptsächlich aus der Türkei.

Am besten schmecken die frischen Blätter, wenn sie im Frühjahr und im Spätherbst geerntet werden, sie können aber praktisch das ganze Jahr hindurch gesammelt werden. Außerdem gibt es ganzjährig getrocknete Lorbeerblätter zu kaufen.

Geschmack & Wirkung

Lorbeerblätter schmecken würzig, herb und bitter. Auch Aromen von Zitrone und Muskat sind im Geschmack enthalten.

Lorbeer regt die Gallenproduktion, die Verdauung und den Appetit an. Zudem wirken die Blätter blutstillend und harntreibend. Aufgrund der antibakteriellen und durchblutungsfördernden Wirkung werden sie auch bei Zahn- und Nervenschmerzen eingesetzt.

Lorbeeröl hilft bei rheumatischen Beschwerden, Quetschungen und Verstauchungen. Auch gegen Erkältungserkrankungen und grippale Infekte kann das schleimlösende Öl helfen. Es wird dann als Inhalationszusatz angewendet.

Die Pflanze soll zudem gegen Schuppen helfen. Bei Menschen mit empfindlicher Haut kann sie aber Hautreizungen auslösen.

Verwendung in der Küche

  • Lorbeerblätter müssen lange mitgekocht werden, bis sie ihr volles, warmes Aroma entfalten. Sie werden zwar mitgekocht, aber vor dem Servieren entfernt und nicht mitgegessen.
  • Wenn die Blätter am Rand eingerissen werden, geben sie ihr Aroma besser ab. Die getrockneten Blätter haben die gleiche Würzkraft wie die frischen, sie sind lediglich weniger bitter.
  • Lorbeer eignet sich hervorragend als Beigabe zu Marinaden für Fleisch und Fisch.
  • Das Gewürz darf zum Beispiel im klassischen Sauerbraten nicht fehlen.
  • Die Blätter eignen sich auch gut zum Würzen von Suppen, Eintöpfe , Sülzen und langsam köchelnden Schmorgerichten.
  • Sie verfeinern außerdem Wild- und Kartoffelgerichte, Sauerkraut , Rotkohl und Frikassees.
  • Auch in eingelegten Gurken und Heringen darf Lorbeer nicht fehlen.
  • Die Blätter eignen sich zudem zum Aromatisieren von Essig.

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Meist werden getrocknete Lorbeerblätter verwendet. Sie sollten in einem gut verschließbaren Behälter kühl, trocken und dunkel aufbewahrt werden. So sind sie bis zu zwei Jahre haltbar. Damit die Blätter beim Trocknen flach bleiben, sollten sie mit einem Tuch bedeckt werden, auf das ein Brett oder ein Buch gelegt wird.

Die frischen Blätter werden am besten in einem Plastikbeutel im Kühlschrank gelagert. Sie bleiben dann einige Tage frisch.


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