Cranberries

Bei der Cranberry handelt es sich nicht einfach um die englische Bezeichnung für Preiselbeere. Zwar sind beide Beerensorten verwandt, jedoch unterscheidet sie sich in Größe und Geschmack. Der nordamerikanischen Beere werden gesundheitsfördernde Wirkungen in Bezug auf Blasenentzündungen, Alterungsprozess oder Cholesterinspiegel zugeschrieben.

Der herb-säuerlichen Geschmack Cranberries eignet sich vor allem auch in Kuchen.Der herb-säuerlichen Geschmack Cranberries eignet sich vor allem auch in Kuchen. (Foto by: egal / Depositphotos)

Herkunft

Die Cranberry, auf Deutsch auch Moosbeere oder Kranbeere genannt, hat ihren Ursprung in Nordamerika, im Osten Kanadas und in den US-amerikanischen Neuenglandstaaten.

Zwar wächst die Beere heute auch in einigen Moorlandschaften Norddeutschlands und Skandinaviens, jedoch wird sie hier nicht im großen Stil angebaut wie in Amerika.

Saison

Frisch sind Cranberries von August oder September bis Anfang Dezember erhältlich, in deutschen Supermärkten sind sie jedoch eher selten zu finden. In tiefgefrorener, getrockneter oder anderweitig verarbeiteter Form gibt es sie das ganze Jahr über, auch hier bei uns.

Geschmack

Roh schmecken Cranberries sehr säuerlich und herb bis bitter und sind damit für viele Menschen gewöhnungsbedürftig.

In getrockneter Form verlieren sie ihre Säure und schmecken süßlich.In Kompotts und Saucen kann die Säure durch Zugabe von Zucker gemildert werden.

Verwendung in der Küche

Aufgrund ihrer ausgeprägten Säure werden Cranberries selten roh verzehrt, sondern meist verarbeitet. Viele der Verwendungsmöglichkeiten stammen aus der nordamerikanischen Küche.

  • Sie lassen sich gut zu Marmelade oder Kompott verarbeiten und schmecken dann gut zu Milchreis, Pudding oder Pfannkuchen.
  • Aber auch für herzhafte Gerichte sind Cranberries einsetzbar.
  • In den USA ist die Cranberry Sauce zum Truthahn der Klassiker bei jedem Thanksgiving-Festmahl. Sie passt ebenso gut zu anderen Fleischsorten wie Rind und Wild.
  • Die Säure der Cranberries harmoniert außerdem gut mit mildem Käse, etwa in Form eines Chutneys.
  • Getrocknet kann man die fast kirschgroßen Beeren pur genießen, in Obst- und Nussmischungen oder im Müsli.
  • Sie verfeinern wie Rosinen einen Rühr- oder Hefekuchen.
  • Amerikanischen Cookies oder Muffins geben sie eine fruchtige Note.
  • Ihr Saft kann pur getrunken werden, als Gemisch mit anderen Obstsorten wie z.B. Apfel oder in Cocktails. So enthält der Cosmopolitan, der durch die Serie "Sex and the City" bekannt wurde, neben Wodka, Cointreau und Limettensaft einen ordentlichen Schuss Cranberrysaft.

Ob der regelmäßige Konsum von Cranberrysaft tatsächlich Blasenentzündungen vorbeugt und den natürlichen Alterungsprozess verlangsamt, ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt, ohne Zweifel ist die knallrote Beere jedoch reich an Vitamin C.

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Frische Cranberries sind im Kühlschrank lange haltbar, bis zu drei Monate. Sie lassen sich auch problemlos einfrieren und halten sich dann bis zu ein Jahr. Wichtig ist, sie anschließend im gefrorenen Zustand zu verarbeiten, da sie sonst matschig werden.


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