Zwetschge

Auf den Geburtstag meiner Mutter freut sich immer die ganze Familie: Seit jeher gibt es jedes Jahr ein Blech Zwetschgenkuchen mit Streuseln. Die großen violetten Früchte schmecken auch pur und erinnern an gute, alte Kindertage.

Zwetschgen sind mit 50 Kalorien pro 100 Gramm ausgezeichnete Energiespender.Zwetschgen sind mit 50 Kalorien pro 100 Gramm ausgezeichnete Energiespender. (Foto by: anitasstudio / Depositphotos)

Allgemeines

Zwetschgen und Pflaumen sind nur schwer auseinanderzuhalten:

  • Zwetschgen haben eine etwas länglichere Form, Pflaumen sind etwas runder.
  • Bei Zwetschgen lässt sich außerdem der Stein besser herauslösen und das Fruchtfleisch ist etwas fester.
  • Pflaumen können auch eine dunkelrote Färbung annehmen, während Zwetschgen immer kräftig violett gefärbt sind.
  • Herkunft

Die Herkunft der Zwetschge ist nicht genau geklärt. Vermutlich liegen ihre Ursprünge im asiatischen Raum. Um 100 vor Christus gelangte die Frucht von Syrien über Griechenland nach Europa, wahrscheinlich über Handelsreisende.

Ihr Name leitet sich vom romanischen Wort „Damascena“ ab: Die Zwetschge wurde „Frucht von Damaskus“ genannt.

Mittlerweile ist sie auf der ganzen Welt verbreitet. Die wichtigsten Anbaugebiete in Europa sind Deutschland, Jugoslawien und Rumänien.

Saison

Die Zwetschgensaison variiert je nach Herkunft und Sorte. Die Reifezeit der heimischen Früchte dauert etwa von Juni bis Oktober. Besonders in der zweiten Augusthälfte sind sie auf dem Markt erhältlich. Importierte Zwetschgen sind von Ende Mai bis Oktober zu kaufen.

Geschmack

Zwetschgen schmecken aromatisch, würzig-süß und fein säuerlich. Sie sind sehr saftig. Die Schale schmeckt oft sauer.

Verwendung in der Küche

Zwetschgen werden häufig zu Konfitüre,  Zwetschgenmus oder Zwetschgenkompott verarbeitet.

Auch als Kuchenbelag und in anderen Backwaren sind sie ein echter Klassiker.

Zwetschgen können gut eingemacht werden, zum Beispiel mit Zimt und Nelken oder mit Rotwein.

Lecker schmecken die Früchte auch zu Pfannkuchen oder als Crumble mit vielen Streuseln.

Ein weiterer Klassiker sind Zwetschgenknödel mit Vanillesauce.

Aus Zwetschgen können Schnäpse und Liköre gebrannt werden.

Auch Zwetschgenwein ist eine leckere Spezialität.

Gut zu Fleischgerichten passen die Früchte, wenn sie in Rotwein, Thymian und Rosmarin mariniert werden.

Auch Leber schmeckt wunderbar mit Zwetschgen und Salbei.

Mit Gorgonzola-Creme gefüllt ergeben die violetten Früchte einen tollen Snack zum Aperitif, einem Glas Wein oder einer Käseplatte.

Getrocknete Zwetschgen eignen sich gut zum Backen von Früchtebrot und Kuchen. Sie dürfen auch im Rumtopf nicht fehlen.

Zudem eignen sie sich zum Füllen von Gänse- oder Entenbraten.

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Die Zwetschgen sollten beim Kauf eine schöne Farbe haben und nicht zu hart und nicht zu weich sein. Die äußere, wächserne Schicht, auch Duftfilm genannt, sollte unbeschädigt sein. Harte und matte Früchte sind unreif, sehr weiche Früchte überreif. Dies ist wichtig zu beachten, da Zwetschgen nicht nachreifen.

Sie sollten daher rasch verzehrt werden. Am besten werden die Früchte im Kühlschrank gelagert.

Sie sollten in ein feuchtes Tuch gewickelt oder in einen Plastikbeutel gesteckt werden, damit sie möglichst wenig Wasser verlieren. Entkernte Zwetschgen lassen sich gut einfrieren und stehen so auch im Winter noch zur Verfügung.

Auch eingemacht, getrocknet, und zu Marmelade verarbeitet sind die Früchte über mehrere Monate haltbar.


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