Johannisbeeren

Johannisbeeren, auch unter den Namen Ribiseln, Träuble oder Ahlbeeren bekannt, gehören zu den Sommerfrüchten, sind aufgrund ihrer gesunden Nährstoffe ein richtiges Superfood und können pur genascht oder zu Leckereien verarbeitet werden. Dabei wird diese bereits seit dem Mittelalter als Kulturpflanze angebaut.

Die leicht säuerlichen Früchte sind vor allem bei der Herstellung von Konfitüre sehr beliebt.Die leicht säuerlichen Früchte sind vor allem bei der Herstellung von Konfitüre sehr beliebt. (Foto by: paulgrecaud / Depositphotos)

Woher kommen Johannisbeeren?

Die Johannisbeere hat ihre Heimat in den gemäßigte Breiten der nördlichen Hemisphäre. Wild wächst sie vor allem in Mitteleuropa, aber auch in Zentralasien bis nach China ist sie zu finden.

Welche Sorten Johannisbeeren gibt es und wie schmecken diese?

Es gibt weiße, rote sowie schwarze Johannisbeeren. Der Geschmack der Johannisbeere variiert von Sorte zu Sorte:

  • Rote Johannisbeeren: diese schmecken sehr saftig und säuerlich.
  • Schwarze Johannisbeeren: diese haben eine etwas herbere bis leicht bittere Note.
  • Weiße Johannisbeeren: im Geschmack etwas milder und süßer als die anderen zwei Johannisbeer-Sorten.

Wann haben Johannisbeeren Saison?

Traditionell beginnt die Johannisbeersaison in Mitteleuropa am 24. Juni, dem Johannistag.

Da können meist die ersten weißen sowie roten Früchte geerntet werden. Die schwarzen Johannisbeeren sind ca. 1 Monat später reif.

Die Johannisbeersaison dauert etwa bis August oder September.

Nährwerte der Johannisbeere

100 Gramm Früchte enthalten durchschnittlich 43 kcal, 5,4 Gramm Kohlenhydrate (davon 5 Gramm Zucker), 1,1 Gramm Eiweiß sowie 0,2 Gramm Fett.

Wie gesund sind Johannisbeeren?

Johannisbeeren sind reich an Ballaststoffen, Fruchtsäuren, Eisen, Kalium, Vitmin A, Vitamin E, Vitamin C sowie sekundären Pflanzenstoffen.

Zu den gesundheitlichen Vorteilen zählen:

  • schützen die Zellen
  • gut für Haut und Augen
  • antioxidative Wirkung
  • blutdrucksenkend
  • fördern die Verdauung

Info: Die meisten gesunden Nährstoffe sind in der schwarzen Johannisbeere enthalten.

Johannisbeeren (Foto by: Gutekueche.de)

Wie können Johannisbeeren in der Küche verwendet werden?

Johannisbeeren können pur gegessen werden und für Kuchen und Kleingebäck verwendet werden.

Tipp: Mit Hilfe einer Gabel lassen sie sich schnell und einfach von der Rispe trennen.

Die fruchtigen Beeren eignen sich außerdem gut für die Saftherstellung und aufgrund ihres hohen Pektingehalts für Gelee. Dieses wird z.B. für Weihnachtsplätzchen oder die österreichische Linzer Torte verwendet.

Tipp: Werden die Beeren zu Saft oder Gelee verarbeitet, so können die Rispen sowie Stiele mitgekocht werden - das sorgt für noch mehr Aroma.

Cassis-Sirup oder Cassis-Likör aus schwarzen Johannisbeeren ist ein beliebter Bestandteil von Mixgetränken und Cocktails, so z.B. dem französischen Kir mit Weißwein oder Kir Royal mit Champagner, der gerne als Aperitif genossen wird.

Auch zu pikanten Speisen (beispielsweise zu Wild) passen Johannisbeeren sehr gut und können zu Chutneys oder Saucen verarbeitet werden.

Die getrockneten Blätter der Johannisbeere werden außerdem oft zu Früchteteemischungen hinzugefügt.

Wozu passen Johannisbeeren?

Besonders gut schmecken sie in Kombination mit anderen Beerensorten wie Himbeeren und Brombeeren, die zu ähnlichen Zeiten reif sind. Sie sind, zusammen mit diesen Beeren und Kirschen, ein wichtiger Bestandteil von Roter Grütze, einer norddeutschen und skandinavischen Spezialität, die meist mit Milch, Sahne oder Vanillesauce gegessen wird. Ein Rezept für Rote Grütze gibt es hier.

Weiters harmonieren die Beeren sehr gut mit folgenden Lebensmitteln:

  • Zitrone
  • Apfel
  • Kirsche
  • Pfirsich
  • Birne
  • Möhre
  • Fenchel
  • Schokolade
  • Sekt
  • Ziegenkäse
  • Brie
  • Lammfleisch
  • Wild
  • Ente
  • Huhn
  • Schweinefleisch
  • Minze
  • Basilikum
  • Ingwer

So unterschiedlich wie die Johannisbeersorten äußerlich sind, so unterschiedlich schmecken sie auch.So unterschiedlich wie die Johannisbeersorten äußerlich sind, so unterschiedlich schmecken sie auch. (Foto by: astrid208 / Depositphotos)

Unsere Rezept Empfehlung

Aufbewahrung und Haltbarkeit von Johannisbeeren

Frische Beeren sind prall und glänzend. Wie alle Beerensorten sind sie anfällig für Schimmel und sollten daher möglichst bald gegessen werden.

Ungewaschen halten sie sich im Kühlschrank etwa zwei bis drei Tage.

Johannisbeeren einfrieren

Sie lassen sich auch gut einfrieren und sind dann rund ein Jahr haltbar. Hierfür die Johannisbeeren waschen, verlesen und abtropfen lassen. Dann die Früchte auf einem Backblech oder Teller einlagig verteilen, in den Tiefkühler geben und nach ca. 2 Stunden die Beeren in Gefrierbeutel oder Gefrierdosen füllen.

Wie Johannisbeeren wieder auftauen?

Zum Auftauen die Früchte flach auflegen und bei Zimmertemperatur auftauen lassen. Aufgetaute Früchte können beispielsweise für Johannisbeerkuchen oder Kompott verwendet werden.


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